Die Binance Smart Chain hat ein neues Oracle-System eingeführt, das es Blockchain-Entwicklern ermöglicht, Dezentralisierte Apps (DApps) und Dezentralisierte Autonome Organisationen (DAOs) zu entwickeln, die mit realen Daten unterfüttert sind.

Für das Bridge Oracle, das zuvor auf dem Blockchain-Netzwerk von Tron sein Debüt gegeben hat, ist der Sprung auf eine weitere Plattform ein wichtiger Meilenstein, denn dadurch können nun umso mehr Daten über das benutzerfreundliche System in Smart Contracts eingebunden werden, was diese umso wertvoller macht.

Die Daten können dabei über HTTP und HTTPS eingespeist werden, auch eine direkte Integration über die Suchmaschine WolframAlpha ist möglich. Oracles werden dazu genutzt, um externe Daten auf eine Blockchain zu bringen, weshalb sie besonders für Firmenkunden interessant sind, um die Blockchain-Technologie in ihren Geschäftsbetrieb einbauen zu können.

Die Überwindung einer großen Hürde

Smart Contracts bergen großes Potenzial, die Wirtschaftswelt in vielerlei Hinsicht zu optimieren. DAOs werden in diesem Zusammenhang wiederum dafür eingesetzt, um bestimmte Prozesse zu automatisieren. Erst hierdurch können Unternehmen wahrhaft dezentralisiert agieren. Eine große Hürde bei der Erreichung dieses Ziels ist allerdings, dass Smart Contracts keine externen Daten abfragen können. An diesem Punkt kommen Oracles ins Spiel, denn diese schlagen wortwörtlich die Brücke zwischen den Daten der echten Welt und der Blockchain bzw. deren Smart Contracts.

Bei der Einführung auf Tron wurde Bridge als „das erste dediziert öffentliche Oracle-System“ angepriesen. Mit der Expansion auf die Binance Smart Chain wird die Infrastruktur nun einer völlig neuen Bandbreite an Entwicklern zugänglich. Die BSC ist nämlich eine der beliebtesten Blockchains überhaupt, was allen voran an deren günstigen Transaktionsgebühren im Vergleich zu Ethereum und anderen Konkurrenten liegt.

Entwickler, die das Oracle-System von Bridge auf der BSC nutzen wollen, können in Form der zugehörigen Binance-Kryptowährung BNB zahlen. Das Marketingvideo zur Bekanntgabe hat bereits 1.800 Retweets und 9.700 Likes bekommen.

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Mehr Power für die Blockchain

Sina Estavi, der CEO von Bridge Oracle, hat in einer Fragerunde auf Telegram jüngst offengelegt, dass sein Entwicklerteam das Tron-Netzwerk bewusst als Plattform gewählt hat, da hier die Transaktionsgebühren ebenfalls niedriger sind als bei Ethereum. Schnell merkte das Team beim Entwickeln, dass es auf der Tron-Blockchain an öffentlichen Oracle-Systemen mangelt, die externe Daten zur Verfügung stellen können, was diese umso interessanter für das eigene Projekt machte.

Im weiteren Verlauf der Fragerunde zeigte Estavi an einem konkreten Beispiel auf, wie Smart Contracts eingesetzt werden können und welche Rolle Bridge dabei spielt. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel ein Video bewerben möchte, kann es einen Smart Contract mit einem Influencer eingehen, und erst sobald eine bestimmte Anzahl an Klicks erreicht ist, werden die vereinbarten Gelder freigegeben. Die genauen Zahlungsmodalitäten werden in dem Smart Contract festgehalten, während das Bridge Oracle die benötigten Daten einspeist, um sicherzustellen, dass die vereinbarten Zielbedingungen erfüllt wurden.

Estavi betont des Weiteren, dass Bridge Oracle hart daran arbeitet, garantieren zu können, dass alle Daten echt sind und nicht manipuliert wurden. Das Team entwickelt dafür bereits eine Reihe verschiedener Mechanismen.

Darüber hinaus will die Plattform auch eine Brücke zwischen dem Tron-Netzwerk und der Binance Smart Chain schlagen. Auch hierfür befinden sich bereits viele neue Features in Arbeit.

„Bridge Oracle will sowohl die Daten der echten Welt mit der Blockchain als auch Blockchains mit anderen Blockchains verbinden. Unser Projekt sieht sich deshalb wortwörtlich als Brückenbauer“, wie der CEO abschließend zusammenfasst.

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