Aya Miyaguchi, bisherige Geschäftsführerin der Ethereum Foundation, hat angekündigt, dass sie ihre Position als Geschäftsführerin aufgibt und in die Rolle der Präsidentin wechselt. Der Druck auf die Ethereum Foundation (EF) ist aktuell enorm hoch, seitens der Community. Ein Führungswechsel wird schon länger gefordert und auch Miyaguchi dachte bereits länger darüber nach, wie aus ihrem Blogartikel hervorgeht.
Die Entscheidung wurde laut ihr bereits vor einem Jahr getroffen und wird nun zur passenden Gelegenheit umgesetzt. Miyaguchi möchte nämlich in ihrer neuen Rolle weiterhin die institutionellen Beziehungen der Foundation stärken. Ihre Aufgaben werden sich auf die Erweiterung der Vision von Ethereum konzentrieren, um die Reichweite des Netzwerks langfristig zu vergrößern.
Die Philosophie der Ethereum Foundation
Die Ethereum Foundation haut laut Aya Miyaguchi immer eine Philosophie verfolgt, die auf Resilienz und Prinzipien setzt. Sie erklärte, dass Ethereum trotz der mächtigen EF nicht nur als ein Produkt eines einzelnen Unternehmens betrachtet werden sollte, sondern als ein dezentralisiertes System, das allen gehört, aber keinem gehört. In ihren Augen ist die Stärke von Ethereum gerade die Tatsache, dass das Netzwerk niemandem gehört und jeder in der Community die Möglichkeit hat, sich einzubringen und mitzuwirken.
Diese Philosophie basiert auf einem sogenannten "Pace Layering" Modell, das ursprünglich von Stewart Brand und Brian Eno entwickelt wurde. In ihrem Blog-Artikel geht Miyaguchi näher darauf ein. Es beschreibt eine Welt, in der verschiedene Schichten – von schnelllebigen Entwicklungen bis hin zu grundlegenden kulturellen Werten – gleichzeitig existieren und miteinander interagieren. Für Miyaguchi ist Ethereum ein Zusammenspiel aller dieser Schichten, das langfristig Bestand haben soll.
Die aktuelle Kritik an der EF
In den letzten Monaten gab es innerhalb der Ethereum-Community und der Krypto-Branche immer mehr Kritik an der Ethereum Foundation (EF). Ein Hauptkritikpunkt war die mangelnde Skalierbarkeit von Ethereum und die schlechte Kursperformance. Trotz jahrelanger Bemühungen und verschiedener Upgrades konnte das Netzwerk nicht mit der Geschwindigkeit und Effizienz von Konkurrenten wie Solana mithalten.
Ein weiterer Kritikpunkt war die Zentralisierung der Ethereum Foundation. Einige Mitglieder der Community befürchteten, dass die EF zu viel Einfluss auf die Entwicklung des Netzwerks habe und somit die dezentrale Natur von Ethereum gefährdet sei. Generell findet wenig Kommunikation gegenüber der Community statt, was viele kritisieren. Die Sichtweise der ranghohen Personen bei Ethereum wie Miyaguchi, dass Ethereum vollkommen dezentral sei, können viele daher verständlicherweise nicht verstehen.
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