Der Ethereum Name Service (ENS) hat angekündigt, eine neue Layer-2-Lösung namens „Namechain“ zu entwickeln. Dieses Projekt nutzt Zero-Knowledge-Rollups (zk-Rollups), um die Skalierbarkeit zu verbessern und Kosten zu senken. Das Ziel ist, das Management von Ethereum-Domains effizienter und zugänglicher zu machen. ENS Labs arbeitet dabei mit Consensys’ Linea zusammen, einer bekannten Infrastrukturplattform, die zk-Rollups bereitstellt.
Warum ENS auf Layer-2 setzt
Das Ethereum-Netzwerk ist für seine dezentrale Sicherheit bekannt. Doch hohe Transaktionsgebühren und langsame Verarbeitungsgeschwindigkeiten stellen ein Problem dar. Layer-2-Lösungen lösen dieses Problem, indem sie Transaktionen außerhalb der Mainchain abwickeln. Sie bieten die gleiche Sicherheit wie Ethereum, arbeiten jedoch schneller und kostengünstiger.
ENS wählte Zero-Knowledge-Rollups, da diese Technologie die Transaktionsgeschwindigkeit erhöht und gleichzeitig die Sicherheit gewährleistet. Andere Ansätze wie Optimistic Rollups benötigen eine siebentägige Wartezeit für Transaktionsbestätigungen, was ENS als zu langsam empfand.
Was macht ENS?
Der Ethereum Name Service bietet eine einfache Lösung für das Adressmanagement auf der Blockchain. Lange und komplexe Ethereum-Adressen werden in kurze, benutzerfreundliche Namen wie „deinname.eth“ umgewandelt. Dies erleichtert den Zugang zur Ethereum-Blockchain, insbesondere für weniger technisch versierte Nutzer. ENS wird oft als „Telefonbuch für Web3“ bezeichnet, da es eine ähnliche Funktion wie das DNS im Internet erfüllt.
Mit der Einführung von Namechain möchte ENS die Gas Fees für das Registrieren und Verwalten dieser Adressen senken. Die Nutzer sollen schnellere und kostengünstigere Interaktionen genießen können.
Die Partnerschaft mit Consensys’ Linea
Für die Umsetzung des Projekts kooperiert ENS mit Linea, einer Plattform von Consensys. Linea wurde im Juli 2023 eingeführt und ist eines der führenden zk-Rollup-Projekte im Ethereum-Ökosystem. Es ist die siebtgrößte Rollup-Lösung mit einem Gesamtwert von 1 Milliarde US-Dollar, wie Daten von L2Beat zeigen.
Laut ENS-Gründer und Entwickler Alex Van de Sande passen die Werte beider Organisationen gut zusammen. Die Zusammenarbeit bietet ENS Zugang zu modernster Technologie und gewährleistet, dass die neue Lösung dezentral bleibt. Nicolas Liochon, ein Mitglied des Linea-Teams, betont, dass die Entwicklung von mehreren Organisationen getragen wird, um eine zentrale Kontrolle zu vermeiden.
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