Robert Sluymer von Fundstrat: Kryptomarkt-Anzeichen schreien nach Kauf

Robert Sluymer von Fundstrat Global Advisors hat seine technische Analyse der Kryptowährungsmärkte im Jahr 2018 mit besonderem Fokus auf Ethereum (ETH) und Bitcoin (BTC) am Dienstag, 1. Mai, auf CNBC abgegeben.

Sluymer zog eine Parallele zwischen den erheblichen Auswirkungen der Unsicherheiten um die Regulierung und Besteuerung der Handelskurse im Januar 2018 - als ETH von 835 Euro auf 292 Euro fiel - und der heutigen Situation.

Slyumer äußerte sich positiv in Bezug auf die Reaktionen der Märkte auf die Berichte von dieser Woche über eine laufende SEC-Untersuchung von ETH. Er zeigte auf, dass der ETH eine Rallye zurück in den Bereich von 585 Euro hinlegt und am 200-Tages-Durchschnitt einer starken Resistance gegenüber steht.

Er wies außerdem darauf hin, dass einer der Aufschwungsindikatoren (RSI) zeigt, dass der Coin tatsächlich "ziemlich überkauft" war, woraufhin es zur kürzlichen Korrektur kam.

Slyumer verallgemeinert und sagt, dass dieser positive Trend für die "meisten Kryptowährungen" gilt. Bitcoin (BTC), sagte er, ist auf "einen enormen Support" zwischen 6.853 Euro und 7.020 Euro gestoßen. Er erklärte:

"BTC beginnt, am 200-Tages-Durchschnitt stehen zu bleiben. Der Schwung wurde überkauft und wir sehen langsam eine Konsolidierung. Hier stößt es auf einen enormen Support... Der entscheidende Punkt hier ist, dass sich der starke Abwärtstrend, der seit Januar läuft, jetzt umkehrt. Die Frage ist also: Sehen wir eine größere Blase oder ist das eine Bodenbildungsphase? Wir denken, dass es eine Bodenbildungsphase ist, die sich durchsetzt. Und man sollte bei diesem Pullback aus dem kurzfristigen Überkauf kaufen."

Slyumer erwähnte einige der Vergleiche der Krypto-Märkte von 2018 mit dem Zusammenbruch der NASDAQ-Blase im Jahr 2002. Dieser Vergleich ist eine Anspielung darauf, dass auf die frühen Einbrüche des Jahres weitere, noch schwerere Einbrüche folgen könnten.

Sluymer widerlegte diese Vergleiche mit mehreren Begründungen. Erstens hat der BTC-Markt die institutionellen und privaten Investitionen, die dem NASDAQ in seinen "Blasenjahren" zwischen 1995 und 2000 zukamen, "bei weitem nicht erreicht". Zweitens gibt es den Bullenmarkt von Bitcoin erst seit einigen Jahren und dieser zeigt nun sehr positive Signale, wenn man die 70-prozentige Korrektur zurück zum 200-Tages-Durchschnitt betrachtet.

Slyumer nuancierte Tom Lees Aussage, dass den USA ein massiver Ausverkauf von Krypto-Beständen bevorsteht. Der Steuertag war der Grund für die schlechteste Q1-Leistung von BTC und ETH. Er sagte, die Tiefs im Jahr 2018 seien auf eine Kombination von Faktoren zurückzuführen, die in einem "perfekten Sturm" zusammentrafen.

Er betonte, dass die Erholung in diesem Frühjahr relativ "ordentlich" und "zeitgerecht" gewesen sei, was auf einen optimistischen Ausblick für die Zukunft hindeutet. Im Januar sagte Lee selbst gegenüber CNBC, dass er glaube, dass BTC bis Ende 2018 umgerechnet etwa 20.000 Euro erreichen würde.