Mitarbeiter des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben einen Leitfaden für politische Entscheidungsträger und Bankinstitute herausgegeben, in dem Wege aufgezeigt werden, wie die Einführung digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs) weltweit gefördert werden kann.

Der IWF veröffentlichte am 21. September das Papier "Central Bank Digital Currency Adoption Inclusive Strategies for Intermediaries and Users". Das Papier empfiehlt die Umsetzung integrativer Strategien für Intermediäre und Endnutzer. Es wurde ein übergeordneter Rahmen für Regulierung, Bildung, Design und Einführung sowie Anreize (REDI) vorgestellt, um die Einführung von CBDCs zu fördern.

Nach Ansicht der IWF-Mitarbeiter erfordert die erfolgreiche Einführung von CBDCs proaktive strategische Entscheidungen, die Endnutzern und Intermediären zugute kommen. Daher forderten sie die Zentralbanken auf, sich besonders auf die Einbeziehung der Interessenvertreter zu konzentrieren.

Das REDI-Rahmenwerk wird von IWF-Mitarbeitern kuratiert, um den Zentralbanken zu helfen, die Einführung von CBDCs in ihren jeweiligen Ländern zu verbessern.

REDI-Rahmen für Zentralbanken zur Unterstützung der Einführung von CBDCs. Quelle: IWF

Wie oben zu sehen ist, konzentriert sich der REDI-Rahmen auf vier Hauptsäulen. Der erste Unterabschnitt, nämlich Regulierung, umfasst die Untersuchung potenzieller regulatorischer und gesetzlicher Maßnahmen zur Förderung der Einführung von CBDCs.

Im Unterabschnitt "Bildung" wird empfohlen, Kommunikationsstrategien zu entwickeln, um das Bewusstsein für CBDCs zu schärfen, wobei die Zentralbanken als zentrale Kommunikationsstelle fungieren sollten. Drittens wird in dem Papier hervorgehoben, dass Strategien notwendig sind, die sich an bestimmte Nutzergruppen richten und ein umfassendes Netzwerk von Intermediären schaffen.

Im letzten Unterabschnitt wird die Einführung monetärer und nichtmonetärer Anreize empfohlen, um die Masseneinführung von CBDCs zu fördern. Die IWF-Mitarbeiter empfehlen unter anderem die Subventionierung von Einrichtungskosten, Transaktionsgebühren und Steuern für Händler.

Das Papier regte auch zu weiteren Diskussionen über bereits bestehende Bedenken an:

"Bestimmte politische Fragen, einschließlich der Nachhaltigkeit des CBDC-Systems, der Gewährleistung der Integrität des Systems und des Gleichgewichts zwischen Einführung und Finanzstabilität, müssen weiter untersucht werden.

Im August sagten zwei IWF-Führungskräfte, dass eine Erhöhung der durchschnittlichen Stromkosten für Krypto-Mining weltweit um bis zu 85 % durch Steuern die CO2-Emissionen erheblich reduzieren könnte.

Laut dem stellvertretenden Leiter der IWF-Abteilung für Steuerfragen Shafik Hebous und dem Ökonomen der Abteilung für Klimapolitik Nate Vernon-Lin würde eine Steuer von 0,047 US-Dollar pro Kilowattstunde "die Krypto-Mining-Iindustrie dazu bringen, ihre Emissionen im Einklang mit den globalen Zielen zu reduzieren".

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