„Fackellauf“ des Lightning Networks geht erfolgreich zu Ende

Die karitative Organisation Bitcoin Venezuela hat in einer Twitter-Mitteilung vom 10. April verkündet, dass der „Fackellauf“ auf dem Lightning Network beendet sei. Das dabei eingesammelte Bitcoin-Guthaben soll anschließend wohltätigen Zwecken zu Gute kommen.  

Zum Zeitpunkt als die „Fackel“ schlussendlich bei Bitcoin Venezuela angekommen ist, war die sogenannte „Lightning Torch“ auf 0,4108021 BTC angewachsen, was einem Gegenwert von mehr als 2.000 US-Dollar entspricht.

Die Lightning Torch ist ein Experiment, dass von einem Twitter-Nutzer namens Hodlnaut ins Leben gerufen wurde. Dabei sollten Nutzer des Lightning Networks (LN) jeweils einen kleinen Betrag an BTC von Nutzer zu Nutzer schicken, wobei jedes Mal ein fixer Betrag hinzugerechnet wurde. Durch das Experiment sollte die Funktionsfähigkeit des Skalierbarkeits-Netzwerks nachgewiesen werden.

Bitcoin Venezuela, die Organisation, die als letzte Station des Fackellaufs nun den Endbetrag als Spende erhält, will damit das gemeinnützige Projekt „Bitcoin für Venezuela“ unterstützen. Die wohltätige Initiative hatte zuvor beispielsweise Nahrungsmittel an die arme Bevölkerung des südamerikanischen Landes verteilt.

Des Weiteren hat die Organisation auch mit dem Loch Mesh Network zusammengearbeitet, eine Initiative, die wiederum Entwicklungshilfe leistet. Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts sollen kostengünstige Netzwerkkarten verteilt werden, um ein unabhängiges, dezentralisiertes und zensurfreies Netzwerk aufzubauen, über das die Venezolaner sicher kommunizieren oder Bitcoin versenden können, ohne direkten Zugang zum Internet haben zu müssen.

Der Ideengeber hinter dem Lightning Torch Fackellauf ist kürzlich mit Craight Wright in einen öffentlichen Streit geraten. Wright ist seinerseits eine umstrittene Figur der Kryptobranche, der Entwickler des BSV-Coins (Bitcoin Satoshi Vision) hatte sich selbst schon öfters als „Bitcoin-Urvater“ Satoshi Nakamoto ausgegeben.

Der Krypto-Nachrichtendienst Coingeek berichtete am 11. April, dass Wright gar eine Belohnung in Höhe von 5.000 US-Dollar ausgesprochen hatte, für Hinweise, die ihm die Identität von Twitter-Nutzer Hodlnaut verraten würden. Dieser soll „hochgradig verleumdende und beleidigende Tweets” an die Adresse von Wright gerichtet haben.

Changpeng Zhao, der Geschäftsführer der Kryptobörse Binance, meldete sich am Rande des Streites ebenfalls zu Wort und drohte, dass Binance den BSV-Coin gänzlich von seiner Plattform nehmen würde, falls Wright seine Verhaltensweise nicht ändert.

Im Februar hatte sogar LinkedIn Mitgründer Reid Hoffman am Fackellauf teilgenommen, auch Twitter Mitgründer und Geschäftsführer Jack Dorsey hatte sich zuvor beteiligt, ähnlich wie andere ranghohe Namen aus der Krypto- und Finanzwelt.