Wie funktionieren Krypto-Rücküberweisungen?

Krypto-Rücküberweisungen sind internationale Transaktionen, die über die Blockchain-Technologie abgewickelt werden.

Stellen wir uns vor, Sie sind in Deutschland und möchten Geld nach Afrika schicken. Im ersten Schritt müssten Sie die jeweilige Landeswährung in eine Kryptowährung ihrer Wahl konvertieren. Dafür stehen eine Reihe verschiedener Webseiten und Plattformen als sogenannte „On-Ramps“ bereit. Über diese „Zugangsrampen“ können Kryptowährungen per Banküberweisung oder Kreditkartenzahlung gekauft werden.

Dieses Krypto-Geld wird dann in einer sicheren Wallet verwahrt. Sobald Sie das Geld an ihre Freunde verschicken wollen, müssen diese ihnen wiederum ihre jeweilige Wallet-Adresse geben, die quasi eine Art Kontonummer ist. Allerdings enthalten Krypto-Wallets meist gleich eine ganze Reihe an verschiedenen Zeichen, was dieses Vorgehen unübersichtlich macht, nichtsdestotrotz ist es sehr wichtig, dass die Adresse ganz genau übertragen wird.

Sobald die Gelder beim Empfänger angekommen sind, hat dieser mehrere Optionen zur Auswahl. So kann er diese direkt in eine Landeswährung umwandeln und abheben oder diese zum Beispiel in eine weniger schwankende Kryptowährung, einen sogenannten Stablecoin, umwandeln. Stablecoins sind Kryptowährungen, die ihre namensgebende Wertstabilität durch Anbindung an einen externen Vermögenswert (wie zum Beispiel Gold oder den US-Dollar) erhalten und sich deshalb ganz besonders als Zahlungsmittel eignen.

Welche Vorteile bieten Kryptowährungen?

Kryptowährungen sind günstiger, schneller und helfen bei der Bekämpfung von Geldwäsche.

In die Abwicklung grenzübergreifender Zahlungen per Kryptowährungen werden große Hoffnungen gesetzt, da insbesondere „Remissen“ hierdurch um einiges günstiger werden könnten. Remissen sind Rücküberweisungen, also Zahlungen, die von Einwanderern zurück in ihre Herkunftsländer getätigt werden.

Laut Schätzungen der Weltbank fallen für Rücküberweisungen, die über Fiatwährungen abgewickelt werden durchschnittlich Gebühren in Höhe von 6,75 % an. Für die betreffenden Einwanderer, die oftmals Arbeiter sind, ist dies ein beträchtlicher Anteil ihres Geldes. Obwohl dieser Prozentsatz zwar eine Verbesserung im Gegensatz zu 2009 ist, als durchschnittlich noch 9,67 % fällig wurden, gibt es noch viel Luft nach oben bzw. unten. Dementsprechend haben sich die G8-und G20-Staaten Anfang 2010 darauf geeinigt, die Kosten für Rücküberweisungen auf 5 % zu reduzieren, und auch die Vereinten Nationen (UN) wollen die Gebühren bis 2030 auf 3 % senken.

Kryptowährungen könnten dabei helfen, diese Zielsetzungen schnellstmöglich zu erreichen. Laut Berechnungen der großen Wirtschaftsberatung Deloitte hat die Blockchain-Technologie, auf der Kryptowährungen basieren, das Potenzial, die Kosten für Transaktionen um 40 bis 80 % zu verringern. Und dies ist womöglich nicht der einzige entscheidende Vorteil, denn während es momentan noch drei bis fünf Werktage braucht, ehe Rücküberweisungen durch die gängigen Zahlungsnetzwerke abgewickelt sind, könnten diese Zahlungen auf manchen Blockchains schon innerhalb von Sekunden durchgeführt sein.

Doch es gibt noch weitere Vorteile, denn wie Deloitte erklärt, umfassen Blockchain-Transaktionen eine große Menge an Daten, was bedeutet, dass auch diese Metadaten dann direkt vom Sender zum Empfänger übertragen werden würden. Dies könnte wiederum umso mehr helfen, gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vorzugehen, zwei Bereiche, die ganz oben auf der Agenda der Aufsichtsbehörden stehen. Darüber hinaus haben die meisten Krypto-Plattformen inzwischen Maßnahmen zur Informationseinholung (Know Your Customer) integriert, die die Erhebung solcher Informationen sicherstellen sollen.

Der letzte große Pluspunkt, den Kryptowährungen bieten, ist, dass sie Menschen, die vom traditionellen Banksystem ausgeschlossen sind, Zugang zu Finanzdienstleistungen eröffnen. Forschungsdaten zeigen, dass 80 % der Verbraucher in Subsahara-Afrika in diese Kategorie fallen, während weltweit insgesamt 1,7 Mrd. Menschen kein Bankkonto haben. Dafür gibt es eine Vielzahl an Gründen: Oftmals betreiben Banken in den entsprechenden Regionen keine Filialen, die Bankdienstleistungen sind schlicht zu teuer oder den Verbrauchern fehlt das Vertrauen. So oder so, die Blockchain-Technologie könnte hier ein möglicher Problemlöser sein.

Wie viel Geld wird bereits über Kryptowährungen verschickt?

Digitalwährungen machen bereits einen großen Anteil der Rücküberweisungen aus, und die Nachfrage steigt.

Laut einer Studie von Juniper Research werden digitale Rücküberweisungen bis 2024 auf einen Umfang von 525 Mrd. US-Dollar steigen, was einem Anstieg von 102 % im Vergleich zum Jahr 2019 entspricht. Dabei wurden hier lediglich Plattformen berücksichtigt, die mit Fiatwährungen arbeiten.

„Durch den Einsatz von Blockchain-gestützten Zahlungsnetzwerken können die Anbieter ihren Kunden einen viel schnelleren, günstigeren und transparenteren Service anbieten“, wie die Autoren der Studie schlussfolgern.

Auch die Daten von BlockData stützen diese These, denn diese zeigen, dass Blockchain-Transaktionen in der Regel 388-mal so schnell und 127-mal so günstig sind wie traditionelle Rücküberweisungen.

Die Zahlungsbranche ist eine schnelllebige Branche, was es schwierig macht, genau abzuschätzen, wie hoch das Volumen grenzübergreifender Zahlungen per Kryptowährungen zurzeit ist. Zahlen von Clovr lassen vermuten, dass im Jahr 2017 15 % der Rücküberweisungen aus den USA in Form von Digitalwährungen wie Bitcoin gemacht wurden, was diese Zahlungsmethode weitaus beliebter macht als Prepaidkarten, Checks und Bargeld. Bei Business-To-Business Zahlungen per Blockchain beläuft sich dieser Wert für 2019 auf 171 Mrd. US-Dollar, wobei Juniper Research davon ausgeht, dass es in vier Jahren bereits mehr als 4,4 Bio. US-Dollar sind.

Was sind die Nachteile von Kryptowährungen?

Bitcoin wird oftmals die mangelnde Wertstabilität zur Last gelegt, während die Blockchain-Technologie für Verbraucher zu kompliziert sein soll.

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass es einen bestimmenden Faktor gibt, der dafür entscheidend ist, ob eine Krypto-Rücküberweisung billiger ist als die traditionelle Variante, und zwar die jeweilige Digitalwährung, die dafür benutzt wird.

So können Transaktionen über Bitcoin und Ether während der Stoßzeiten teuer werden. Besonders Ethereum ist in den letzten Jahren von Transaktionen immer wieder überflutet worden und unter der Last „eingeknickt“. Der Hype um Dezentralisierte Finanzdienstleistungen (DeFi) oder Dezentralisierte Apps (DApps), die auf der Ethereum-Blockchain basieren, sind dafür größtenteils verantwortlich. Die Frage nach der Skalierbarkeit einer Kryptowährung bzw. Blockchain hat also oberste Priorität, wenn Rücküberweisungen wirklich im großen Umfang auf diesem Weg abgewickelt werden sollen. Der Zahlungsdienstleister Ripple ermöglicht grenzübergreifende Zahlungen über die firmeneigene Kryptowährung XRP. Inzwischen nutzen bereits mehrere große Banken den Service des Krypto-Unternehmens, wobei Ripple selbst angibt, bis zu 50.000 Transaktionen pro Sekunde abwickeln zu können.

Kryptowährungen könnten einen großen Beitrag zur finanziellen Inklusion derer leisten, die nicht auf Bankdienstleistungen zugreifen können, aber am meisten von Rücküberweisungen profitieren. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern darüber aufgeklärt werden, wie Digitalwährungen funktionieren und dass sie zumindest ein Internet-fähiges Smartphone haben. Allerdings gibt es hier Grund zum Optimismus, denn obwohl 80 % der Menschen in Subsahara-Afrika kein Bankkonto haben, besitzen 91 % ein Mobiltelefon. Der Anteil an Smartphones nimmt dabei immer weiter zu. Auf dem afrikanischen Kontinent werden mobile Zahlungen ebenso immer beliebter, was nahelegt, dass die Hürde für den Umstieg auf Krypto-Zahlungen nicht unbedingt hoch ist.

Die letzte große Hürde ist dementsprechend wohl die Regulierung. Branchenexperten warnen, dass es zukünftig immer mehr Krypto-Regulierung geben wird. Die Europäische Union (EU) hat bereits angekündigt, dass sie den Markt in vier Jahren vollumfänglich überwachen will. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Digitalwährungen gänzlich verboten werden, sondern ganz im Gegenteil erkennen Politiker zunehmend, dass Kryptowährungen viele Vorteile für internationale Zahlungen mit sich bringen. Einige Regierungen denken deshalb inzwischen schon darüber nach, ob sie eine eigene Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) einführen sollen.

Wie kann ich meine Kryptowährungen sicher verwahren und einfach verschicken?

Indem Sie eine Krypto-Plattform nutzen, die sich einen guten Ruf für ihre sichere Verwahrung aufgebaut hat.

Immer mehr Krypto-Plattformen schicken sich an, eine Schnittstelle für die Abwicklung von Krypto-Rücküberweisungen zu sein und Verbrauchern damit den Weg zu dieser schnelleren und günstigeren Alternative zu eröffnen.

Eine dieser Plattformen ist Changelly PRO. Das Unternehmen ist überzeugt davon, dass Kryptowährungen viel mehr Transparenz als traditionelle Finanzinstitute bieten, was wiederum das Vertrauen der Verbraucher bei deren Nutzung bestärken wird. Auf der Plattformen wird eine Vielzahl der größten Kryptowährungen angeboten, aus denen Verbraucher für die Abwicklung ihrer Zahlungen frei wählen können.

Die Krypto-Plattform will den Verbrauchern dabei entgegenkommen, indem für Einzahlungen und Auszahlungen keinerlei Gebühren anfallen. Die intuitive Benutzeroberfläche ist einfach gehalten und macht die Nutzung so leicht wie möglich, darüber hinaus steht auf der ganzen Welt rund um die Uhr ein Kundenservice zur Verfügung, falls es Klärungsbedarf gibt. Changelly PRO hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kryptowährungen so einfach wie möglich zu machen, wobei die modernen Lösungen der Plattform gleichsam für Anfänger als auch für Profis von Vorteil sein sollen.

Wissensvermittlung ist ein weiterer Bereich, in dem Changelly PRO einen Beitrag leisten will. Damit insbesondere Neulinge das Maximum aus dem Service der Plattform herausholen können, stehen detaillierte Lehrmaterialien zur Verfügung, die von der Einrichtung bis zur Absicherung eines Krypto-Kontos reichen.

Im September hat die Plattform eine neue iOS App für iPhones vorgestellt, die Nutzern nun endlich die Freiheit bietet, ihre Transaktionen auch von unterwegs abzuwickeln. Dies ist zudem besonders für solche Menschen vorteilhaft, die über keinen gesonderten Computer verfügen.

Da die Nachfrage nach Rücküberweisungen in den kommenden Jahren nur noch zunehmen wird, werden Krypto-Plattformen eine immer größere Rolle dabei spielen, den Verbrauchern den bestmöglichen und günstigsten Service für ihre Abwicklung anzubieten. Dadurch könnte in der Zahlungsbranche wiederum ein dringend benötigter Wettbewerb entstehen, der die traditionellen Finanzinstitute zur Innovation zwingt.

Weitere Informationen über Changelly PRO

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