Erklärt: Wie können Banken Krypto-Geldwäsche erkennen?

Connor Sephton
08 APR 2021
Erklärt: Wie können Banken Krypto-Geldwäsche erkennen?

Partnership Material

1.

Warum ist die Geldwäschebekämpfung im Kryptobereich für Finanzinstitute so wichtig?

Kurz gesagt: Weil das Gesetz es so will.

Banken und Finanzinstitute sind rechtlich verpflichtet, sich an Gesetze und regulatorische Richtlinien zu halten, bei denen es um die Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Steuerhinterziehung geht. Sie müssen auch die Risiken für solche illegalen Aktivitäten minimieren.

Alle legalen Banken und Finanzinstitute bauen in ihren kurz- und langfristigen Geschäftsplänen und Strategien regulatorische Konformität und Risikomanagement ein, weil sie es müssen. Daher ist das auch im Umgang mit Kryptowährungen notwendig.

2.

Wie können Finanzinstitute die Kryptoaktivitäten ihrer Kunden nachvollziehen?

Informationen sind Macht, um Organisationen dabei zu helfen, Risiken für indirekte Investitionen in Krypto zu mindern.

Wenn es um die Bekämpfung von Geldwäsche im traditionellen Fiatbereich geht, brauchen Banken bestimmte Informationen, um sicherzustellen, dass sie alle potenziellen Risiken, die mit diesen Transaktionen einhergehen, handhaben können. Das Gleiche gilt für Kryptowährungen.

Eine Bank kann auf Hürden stoßen, wenn es um direkte Investitionen in Kryptowährungengeht, aber sie kann auch indirekt daran beteiligt sein, wenn einer ihrer Kunden Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten durchführt.

Es gibt eine Reihe von Kontrollen, die bei der Minderung des AML-Risikos helfen können: Identitätsprüfung, Zahlungsprüfung, Kundenverhaltensprüfung und Partnerprüfung.

Angesichts des Transaktionsvolumens, das Banken täglich verarbeiten können, ist die Sicherstellung eines vollständig automatisierten Überwachungsprozesses unerlässlich, um die verdächtige Aktivitäten möglichst umfassend aufzudecken.

3.

Mit welchen Lösungen kann man das Risiko um Kryptowährungen minimieren?

Flexible, aber effiziente Lösungen für die Fallverwaltung und Prüfungen sind notwendig.

Banken und Finanzinstitute müssen Transaktionen und Verbindungen in Echtzeit nachvollziehen und ihr Risiko in kürzester Zeit bewerten können.

In Anbetracht des Volumens und der Geschwindigkeit der Transaktionen in diesem Bereich, braucht es auch ein Alarmsystem, das automatische Aktualisierungen über potenziell illegale Aktivitäten und Daten für weitere Untersuchungen liefert.

Unternehmen stehen nicht alleine da, wenn es darum geht, zu lernen, wie man konform wird. Die FATF hat eine Reihe von Warnsignalen veröffentlicht, die dabei helfen können, zu erkennen, ob etwas nicht stimmt. Viele Länder und Börsen auf der Welt haben die FATF-Richtlinien nur allmählich übernommen, weil technische Hürden eine Umsetzung erschweren. Aber es gibt Instrumente, die das möglich machen wollen.

4.

Was sind praktische Lösungen für die Begrenzung von Krypto-Risiken?

Die Umsetzung der FATF-Richtlinien mit Warnsignalen für Geldwäsche ist ein guter Anfang.

Warnsignale bei Transaktionen können etwa Zahlungen in kleinen Beträgen oder in wiederholten Summen sein, die unter einen Meldeschwellenwert fallen. Man sollte auch genau hinsehen, wenn Gelder an ein neu angelegtes oder zuvor inaktives Konto gesendet werden.

Auch Transaktionsmuster können Verdacht erregen. Das gilt vor allem, wenn die getätigten Einzahlungen nicht zum Profil eines Kunden passen.

Weitere Warnsignale können etwa Absender und Empfänger sein, Unregelmäßigkeiten bei der Herkunft von Geldern oder Vermögen und verdächtige Umstände im Zusammenhang mit den beteiligten Regionen. Etwa wenn die Gelder eines Kunden von einer Börse stammen oder an eine Börse geschickt werden, "die nicht in der Region registriert ist, in der der Kunde oder die Börse ansässig ist".

Diese Richtlinien sind detailliert und umfassend und bieten auch Fallstudien, die die Szenarien, auf die Finanzinstitute achten sollten, eindrucksvoll illustrieren.

5.

Inwiefern kann Blockchain-Analyse-Software Finanzinstituten im Umgang mit Krypto helfen?

Sie ermöglichen die Überwachung von Transaktionen auf allen wichtigen Blockchains, rund um die Uhr und in Echtzeit.

Das Risiko, das mit ein- und ausgehenden Transaktionen einhergeht, kann ermittelt werden. Das umfasst Zahlungen mit hohen Werten, Überweisungen, die mehrere digitale Vermögenswerte und/oder Konten betreffen, sowie Transaktionen, die keine erkennbare logische geschäftliche Erklärung haben. Ein klareres Bild kann man sich auch im Laufe der Zeit bilden, indem Informationen von Unternehmen, die über einen bestimmten Zeitraum hinweg häufige Überweisungen vornehmen, zusammengefügt werden.

Compliance-Software-Unternehmen wie Crystal Blockchain ermöglichen es, verdächtige Muster zu erkennen und Finanzinstituten, die Quellen von Geldern und Vermögen nachzuvollziehen. Entscheidend ist, dass sie auch erkennen können, ob die in Transaktionen verwendete Kryptowährung gestohlen oder betrügerisch sein könnte. Dabei muss man beurteilen, ob die in oder von Wallets transferierten Coins in Zusammenhang mit Mixern oder P2P-Diensten verwendet wurden.

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