Perry Warjiyo, der Chef der Zentralbank von Indonesien, hat angekündigt, dass sein Land nun ebenfalls eine eigene Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) für „verschiedene wirtschaftliche und finanzielle Transaktionen“ plant.

Wie Warjiyo am 5. Dezember in einer Rede im Rahmen einer Zentralbank-Konferenz bekanntgegeben hat, will die Bank Indonesia schon bald ein erstes Konzept für die digitale Rupiah vorlegen und öffentliches Feedback zu dieser einholen. Demnach soll die digitale Rupiah unter anderem mit den CBDCs anderer Länder „integriert, verbunden und kompatibel gemacht“ werden.

Die Initiative unter dem Namen Project Garuda soll eine sogenannte Wholesale-CBDC hervorbringen – also eine Digitalwährung, die in erster Linie von Banken und nicht von Privatanwendern gebraucht wird – die ihre Anwendungsbereiche entsprechend in der „Zahlungsabwicklung zwischen Banken“ hat. In einer späteren Phase soll dann allerdings auch eine Retail-CBDC lanciert werden, die die privaten Endverbraucher einschließt.

„Kooperation und Synergie auf nationaler und internationaler Ebene ist für die Entwicklung der Digital Rupiah entscheidend“, wie Warjiyo betont.

Roadmap für die digitale Rupiah. Quelle: Bank Indonesia

Seit 2017 herrscht in Indonesien eine gänzliches Verbot für Krypto-Zahlungen, allerdings ist der Handel von Kryptowährungen unter der Zuständigkeit der indonesischen Handelsaufsicht nichtsdestotrotz legal. Zentralbankchef Warjiyo hatte bereits im Mai 2021 erste Pläne um eine eigene CBDC angedeutet, jedoch ohne konkrete Details oder Termine zu nennen.

Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.