Charlie Lee:

Charlie Lee, ehemaliger Leiter der Abteilung für Technik bei der Kryptobörse Coinbase und Schöpfer von Litecoin (LTC) hat in einem Interview mit TenX am 27. April seine Absicht zum Ausdruck gebracht, die Altcoin zu einer globalen dezentralisierten Kryptowährung zu machen. Er behauptete auch, dass dieses Ziel seinen Rücktritt als Leiter von Litecoin bedeutete.

In dem Interview schlug Lee vor, dass Litcoin und Bitcoin (BTC) "eng zusammenarbeiten" und behauptet, dass sich die Coins gegenseitig stärken und für verschiedene Zwecke verwendet werden. Lee betonte die dezentralisierte Natur von Bitcoin, die von seinem anonymen Schöpfer zur Verfügung gestellt wurde, als sein Hauptmerkmal, das bei Litcoin übersehen wird.

"Litecoin ist mehr zentralisiert, weil ich in der Nähe bin. Daher hat es ein zentralisiertes Entwicklungsteam und eine zentralisierte Grundlage. Ich kann Litcoin in Richtung meiner Vision lenken und die Leute werden mir zuhören, weil ich der Gründer bin."

Auf die Frage des Mitbegründers von TenX Krypto-Wallet Julian Hosp, ob Lee jemals in Erwägung gezogen hat, von der führenden Position bei Litecoin zurückzutreten, sagte Lee, dass er tatsächlich "vor zwei Jahren ein wenig weggegangen" sei, als er sich auf die Entwicklung eines besseren Einsatzes von Bitcoin bei Coinbase fokusierte. Lee argumentierte, dass eine echte dezentrale Coin keinen Führer haben sollte, der sie kontrollieren würde.

"Damit eine Währung wirklich ... eine weltweite dezentrale Währung ist, kann man nicht ... eine echte Führungspersönlichkeit haben, die versucht, die Dinge zu kontrollieren. Um sie also dezentralisierter zu machen, würde ich irgendwann abtreten müssen."

Die Aussage widerspricht anscheinend dem, was Lee im Dezember 2017 sagte, als er versprach, nicht "hinzuwerfen" und sich vollständig Litcoin zu widmen, nachdem er all seine Litecoin-Bestände auf dem Höhepunkt des Kryptomarktes verkauft hatte:

Macht euch keine Sorgen. Ich werde Litecoin nicht verlassen. Ich werde immer noch meine ganze Zeit mit Litecoin verbringen. Wenn Litecoin erfolgreich ist, werde ich immer noch auf viele verschiedene Arten belohnt, nur nicht direkt über das Eigentum von Coins."

Später wiederholte Lee seine Aussage in einem Interview mit Cointelegraph am 2. Februar und behauptete, dass er alle Litecoins wegen Interessenkonflikten verkaufte und nicht weil er "nicht an das Projekt glaubte".

Wie Lee bestätigte, war der Schritt "definitiv der erste Schritt", der seiner Meinung nach eine notwendige Maßnahme war. "Ich denke, irgendwann musste ich weg", sagte Lee.

Der LTC-Gründer räumte auch ein, dass seine Entscheidung, seine Litecoins zu verkaufen "sich nicht richtig angefühlt hat", unter Berufung auf kurzfristige negative Auswirkungen. Dennoch glaube Lee, dass er "auf lange Sicht den richtigen Schritt gemacht hat."

"Ich denke, auf lange Sicht war es richtig. Kurzfristig, während der Preis niedriger ist als unter dem Allzeithoch, fühlt es sich einfach an, als wäre es nicht die richtige Entscheidung, aber ich denke, dass wir fünf Jahre später weiterkommen, wenn die Preise wieder steigen, dann fühlt es sich wieder wie der richtige Schritt an."

Gegründet im Jahr 2011 von Lee, erreichte LTC am 19. Dezember 2017 sein Allzeithoch von 309 Euro, aber fiel am 6. Februar 2018 nach Angaben von Coinmerketcap sogar auf 103 Euro ab. Litecoin, die immer noch zu den Top 10 Kryptowährungen gerechnet an der Marktkapitalisierung zählt, wird derzeit bei 124 Euro gehandelt.

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