Der chinesische -Mogul und Serieninvestor Li Xiaolai will von zukünftigen Blockchain-Projekten die Finger lassen, wie er am Sonntag, 30. September, über ein soziales Netwerk ankündigte.
Diese Ankündigung schien viele zu überraschen. Li, der einer der wohl größten Bitcoin-Besitzer und Investoren in China ist, zeigte damit seinen Unmut in Bezug auf betrügerische Akteure in der Blockchain-Industrie, die behaupteten, er sei an ihren Handlungen beteiligt.
"Von diesem Tag an wird Li Xiaolai nicht mehr persönlich in Projekte investieren (seien es Blockchain-Projekte oder Projekte in der Anfangsphase)", heißt es auf dem chinesischen sozialen Netzwerk Weibo in seinem Beitrag, der von der chinesischen Fachzeitschrift TechNode übersetzt wurde.
"Wenn Sie also sehen, dass 'Li Xiaolai' mit einem Projekt in Verbindung steht (ich wurde ohne mein Wissen mit unzähligen Projekten in Verbindung gebracht, 99 Prozent sind dabei keine übertriebene Zahl), ignorieren Sie das einfach."
Li spielte damit wahrscheinlich auf ähnliche Situationen an, die andere prominente Figuren aus der Kryptowährungsbranche dazu veranlassten, vor solchen betrügerischen Akteuren zu warnen. Insbesondere seit Beginn der explosionsartigen Verbreitung von Initial Coin Offerings (ICO) im Jahr 2017 haben sich verschiedene bekannte Namen bereits darüber beschwert, dass ihre Namen auf Listen von 'Beratern' für Blockchain-Projekte erschienen sind, obwohl sie tatsächlich keine Verbindung zu diesen hatten.
Li wirkte unsicher und deutete an, dass er sich zwar ganz, aber nur vorübergehend aus dem Krypto-Bereich zurückziehen wolle.
"Mein Plan ist es, mehrere Jahre über meine berufliche Veränderung nachzudenken. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich als nächstes tun werde", heißt es im Beitrag. Er beendete den Beitrag dann auf positive Weise und schrieb: "Ich bin langfristig immer noch optimistisch, was Blockchain betrifft."
Sowohl ICOs als auch die Verwendung von Kryptowährungen in China sind derzeit noch verboten. Li unterstützte die legislative Neuausrichtung der Regierung dennoch, als sie im September letzten Jahres erstmals angekündigt wurde.
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