Südafrika: Cricket-Organisation kurz Opfer von Bitcoin-Twitter-Betrug

Die südafrikanische nationale Cricket-Organisation ist kurzzeitig Opfer von Betrügern auf Twitter gewesen und hat dabei eine gefälschte Bitcoin (BTC)-Lotterie angeboten. Das geht aus einem Bericht der indischen Tagesnachrichtenplattform Indian Express vom 14. Januar hervor.

Cricket South Africa (CSA), das über 1 Million Follower hat, hat über seine mutmaßliche Teilnahme an dem Programm am frühen Morgen getwittert.

Die Mitarbeiter behaupteten, dass die Organisation eine Partnerschaft mit Luno, einer britischen Kryptowährungs-Wallet eingegangen sei. Im Rahmen von dieser konnten Benutzer einen Preis im Wert von 20 BTC (rund 62.000 Euro) gewinnen.

Der mittlerweile gelöschte Tweet enthielt eine Bitcoin-Adresse, an die diejenigen, die teilnehmen wollten, 0,01 BTC senden sollten. Diese war etwa fünf Stunden lang aktiv.

"Wir entschuldigen uns bei allen unseren Twitter-Followern, die über Nacht von dem Hack betroffen waren", schrieb CSA anschließend in einem Folge-Tweet, nachdem sie bestätigt hatte, dass ihr Twitter-Konto wieder unter Kontrolle war.

In einer gesonderten Nachricht bestätigte Luno auch, dass die Nachricht nicht von ihnen stammte. Mitarbeiter erklärten dazu:

"Wir distanzieren uns von diesem Tweet, der herumgeht. Wir haben keine Partnerschaft mit der CSA geschlossen."

Bei Redaktionsschluss war ein gesonderter Tweet von PPC Newlands Cricket über das gefälschte BTC-Werbegeschenk von CSA noch da.

Die Bitcoin-Adresse, die bei der falschen Lotterie verwendet wurde, enthielt bei Redaktionsschluss 0,02 BTC (rund 61 Euro), was darauf schließen lässt, dass nur zwei Twitter-Nutzer Geld auf diese Adresse geschickt haben.

Dieser Vorfall ist nur einer von einer Reihe von Betrügereien in der Beziehung zwischen der Kryptowährungswelt und Twitter. Dadurch hat die Social-Media-Plattform sich im vergangenen Jahr einen gewissen Ruf für diese Praxis erworben.

Wie Cointelegraph berichtete, haben bekannte Persönlichkeiten, wie etwa der Ethereum Mitbegründer Vitalik Buterin Bedenken im Hinblick auf dieses Problem geäußert. Darunter fallen auch riesige Armeen von Bots und gefälschten Konten, die Tweets über gefälschte Werbegeschenke veröffentlichen.

Die Plattform erklärte zwar, dass sie das Problem lösen möchte, doch die Bots gibt es weiterhin. Untersuchung haben ergeben, dass es nachweisbar ein umfangreiches Netzwerk gibt, das sich an die Bedingungen anpasst, um zu vermeiden, dass es abgeschaltet wird.