Die japanische Kryptobörse hat bestätigt, dass sie einen Börsengang über die wichtige amerikanische Börse Nasdaq plant. Durch diesen Schritt würde das Krypto-Unternehmen Zugang zum lukrativen amerikanischen Aktienmarkt bekommen.

Wie aus offiziellen Dokumenten der amerikanischen Börsenaufsicht SEC vom 28. Oktober hervorgeht, strebt die Monex Group – der mehrheitliche Anteilseigner der Coincheck – den Börsengang über den Zusammenschluss mit einem sogenannten Akquisitionszweckunternehmen (SPAC) namens Thunder Bridge Capital Partners IV an. Falls dieser Prozess planmäßig vollzogen werden kann, würde der Börsengang am 2. Juli 2023 stattfinden.

Coincheck erklärt, dass der SPAC-Merger der Kryptobörse einerseits den Ausbau des eigenen Krypto-Geschäftes und andererseits den Zugriff auf die amerikanischen Kapitalmärkte ermöglichen würde. Die Nasdaq ist im Hinblick auf Handelsvolumen und Marktkapitalisierung eine der größten Börsen der Welt.

Cointelegraph hatte bereits berichtet, dass Coincheck schon im März mit einem Börsengang geliebäugelt hat. Schon zu diesem Zeitpunkt stand die Fusion mit Thunder Bridge Capital für einen Preis von 1,25 Mrd. US-Dollar im Raum.

Laut Geschäftsberichten von Coincheck verzeichnet die Handelsplattform knapp 1,75 Mio. verifizierte Kunden, womit sie zugleich 27 % des japanischen Kryptomarktes auf sich vereinen kann. Auf Grund des momentanen Bärenmarktes ist das Handelsvolumen der Kryptobörse jedoch ebenfalls spürbar zurückgegangen. Auch der Umsatz ist dadurch im Gegensatz zum vorherigen Quartal um fast 50 % eingebrochen.

Mehrere Krypto-Unternehmen ziehen inzwischen einen Börsengang per SPAC in Betracht. So hatte das Mining-Unternehmen PrimeBlock im April zum Beispiel angekündigt, dass ein derartiger Zusammenschluss mit einem Akquisitionszweckunternehmen im Wert von 1,25 Mrd. US-Dollar beabsichtigt wird. Das Blockchain-Unternehmen W3BCloud hatte im August wiederum ähnliche Pläne angedeutet. Die Handelsplattform eToro wollte sogar einen SPAC-Merger in Höhe von satten 10 Mrd. US-Dollar durchführen, jedoch wurde dieses Vorhaben im Sommer wieder verworfen.

Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.