Crypto Valley Association: Unangemessenes Verhalten von Blue Trading wird geprüft

Die Crypto Valley Association (CVA), eine Schweizer Kryptowährungs-Branchenorganisation, untersucht Vorwürfe, denen zufolge eines ihrer Mitglieder sich auf unehrliche Weise Verhalten hat, als die Plattform letzten Monat ihren Betrieb einstellte. Dies bestätigte ein CVA-Mitarbeiter am 28. Februar in einer Erklärung.

Laut der Webseite der Organisation soll Blue Trading, auch bekannt als BlueTrading, seine Anlagedienstleistungen eingestellt haben, nachdem es wohl eine Softwarefehlfunktion gegeben hatte, die am 21. Februar entdeckt wurde. Diese habe zum Verlust von Geldern geführt.

Gleichzeitig stand der Eigentümer der Plattform, die BluVenture Group Ltd., im Mittelpunkt einiger beträchtlichen Kontroversen gegenüber, wo es um Behauptungen ging, dass sie von internationalen Finanzinstituten anerkannt worden sei.

"Die CVA wurde von verschiedenen Personen bezüglich der Plattfrom Blue Trading angesprochen", so die Erklärung der Vereinigung. Außerdem hieß es:

"Wir prüfen derzeit die öffentlich erhobenen Anschuldigungen gegen Blue Trading wegen unangemessenen Geschäftsverhaltens, wie es im Allgemeinen Verhaltenskodex der CVA vorgesehen ist."

Die BluVenture Group stand im September letzten Jahres kurz vor einem Ausschluss aus dem Brokerage-Standards-Gremium der Finanzkommission in Hongkong.

In einer Erklärung von damals wurde gewarnt:

"Mit Wirkung zum 26. September 2018 wurden die BluVenture Group Ltd. und ihre Partnerunternehmen BlueBroker und BlueTrading wegen wiederholter Verstöße gegen und Nichteinhaltung der Mitgliedschaftsregeln und -richtlinien von der Mitgliedschaft bei der Finanzkommission ausgeschlossen."

Der Maßnahme aus Hongkong ging eine Warnung der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA voraus, die der BluVenture Group vorwarf, dass sie Finanzdienstleistungen ohne Genehmigung anbot.

Laut BlueTrading haben die Nutzer bis zum 15. März Zeit, um ihre Gelder von ihren Konten abzuheben, bevor der Dienst dauerhaft den Betrieb einstellt.

"Wir entschuldigen uns aufrichtig für diese sehr enttäuschenden Geschehnisse und wünschten, dass wir den Betrieb weiter laufen lassen könnten. Aber das ist derzeit nicht möglich", so eine Nachricht auf der Webseite der Plattform.

Die CVA, die ihren Sitz in der Schweizer Stadt Zug hat, besteht aus einer wachsenden Anzahl von Blockchain- und Kryptowährungs-Start-ups. Das Ziel ist die Schaffung eines unterstützenden regulatorischen Umfeldes für die Technologien in Zusammenarbeit mit der lokalen und nationalen Regierung.

Im Dezember wurde diese Initiative zum am schnellsten wachsenden Technologie-Drehpunkt in Europa gewählt.