Deloitte-Bericht: Unternehmen könnten ohne Blockchain zurückfallen

In einem neuen Bericht des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte wurde festgestellt, dass die Blockchain-Technologie für die Einzelhandels- und Konsumgüterindustrie (CPG) ein wichtiger Vermögenswert wird. Der Bericht analysierte über 50 potenzielle Blockchain-Anwendungsfälle und kam zu dem Schluss, dass der "potenzielle Einfluss" der entstehenden Technologie "enorm ist".

Laut Bericht Mit dem Titel "New Tech On The Block" wird Blockchain "zu einer Standard-Betriebstechnologie in der Finanz-, Fertigungs- und Konsumgüterindustrie". Die nächsten fünf Jahre werden "ein Wendepunkt" sein, wenn Unternehmen beginnen, das Potenzial von Blockchain zu erkennen. Der Bericht betont, dass Unternehmen bewerten sollten, ob ihre strategischen Ziele Blockchain-Investitionen rechtfertigen, und fügt hinzu, dass diejenigen, die die Möglichkeiten nicht zumindest in Betracht ziehen, "Gefahr laufen, zurückzufallen".

Im Bericht werden die Gründe für Blockchain in drei Hauptbereichen angesprochen: Verbraucher, Lieferketten sowie Zahlungen und Verträge. Dabei wird jeweils der Mehrwert ermittelt, den Blockchain-Systeme schaffen könnten. Obwohl der Schwerpunkt auf der Unternehmensakzeptanz liegt, betont der Bericht dennoch:

"Am meisten werden letzten Endes die Verbraucher profitieren. Wenn Blockchain zu Effizienz führt und Kosten in der gesamten Lieferkette spart, können diese Vorteile in Form von niedrigeren Preisen an den Verbraucher weitergegeben werden. Wenn Blockchain für mehr Transparenz in der Lieferkette sorgt, können diese Vorteile auch in Form von sichereren Produkten und höherer Qualität an den Verbraucher weitergegeben werden."      

Der Bericht nennt Zahlen des Marktforschungsunternehmens Gartner, nach denen der Geschäftswert der Blockchain bis 2025 auf umgerechnet 151 Mrd. Euro steigen und bis 2030 2,67 Bio. Euro übersteigen werde.

Deloitte konzentriert sich auf die Einzelhandels- und CPG-Lieferketten und erklärt, dass die Technologie die vier so genannten großen "Schwachpunkte" der Branche beheben könne. Diese seien Nachvollziehbarkeit, Compliance, Interessensgruppen-Management und Flexibilität. Der Bericht legt nahe, dass Blockchain als überprüfbares, unveränderliches und Mittelsmann-loses System mit Smart-Contract-Operabilität all diese Bereiche effektiv in Angriff nehmen kann.

Anfang des Monats hielt der CEO des multinationalen Lieferdienstes FedEx eine Rede, in der er bekräftigte, dass Blockchain "der nächste Meilenstein ist, der die weltweiten Lieferketten komplett verändern wird."  

Oracle, das zweitgrößte Softwareunternehmen der Welt, kündigte diesen Monat an, Blockchain-Produkte anzubieten, darunter auch welche, die für das Lieferkettenmanagement bei Pharmaunternehmen geeignet sind. Im April enthüllte der Elektronikriese Samsung, dass er Blockchain für die Verwaltung seiner globalen Lieferkette einsetzen wolle.