Ethereum: Constantinople- und St. Petersburg-Upgrades diese Woche vorgesehen

Die nächsten zwei Netzwerk-Upgrades von Ethereum (ETH), die als Konstantinopel und St. Petersburg bezeichnet werden, sollen diese Woche stattfinden, so ein offizieller Ethereum-Blogbeitrag vom 22. Februar.

Genauer gesagt, sind die Updates für den Ethereum-Block Nummer 7.280.000 vorgesehen, der voraussichtlich am 28. Februar gemint wird. Angesichts der Unvorhersehbarkeit beim Mining sei es möglich, dass die Umsetzung jedoch ein bis zwei Tage vor oder nach dem geplanten Termin erfolge, so die Ankündigung.

Im Beitrag heißt es, dass das Upgrade zwei Namen habe, die zwei ursprünglich separate Upgrades gewesen seien, und die nun zu einem zusammengefasst worden seien. Die Implementierung des Upgrades von Konstantinopel wurde im Januar wegen einer neu entdeckten Sicherheitslücke verschoben.

Konstantinopel soll der Plattform mehrere Effizienzsteigerungen bringen. Ebenso ist eine Verzögerung der sogenannten "Schwierigkeitsbombe" und eine Reduzierung der Block-Belohnung bei Ethereum vorgesehen.

Die Schwierigkeitsbombe ist ein Feature, das verhindern soll, dass Miner nach dem Übergang von Ethereum zu einem Proof-of-Stake (PoS)-Konsensverfahren, weiterhin aktiv sind. Da die PoS-Implementierung sich jedoch weiterhin verzögert, mussten die Entwickler von Ethereum die Schwierigkeitsbombe verzögern, um "sicherzustellen, dass wir die Blockchain nicht einfrieren, bevor der Proof-of-Stake fertig und implementiert ist".

Das Konstantinopel-Upgrade soll also die Schwierigkeitsbombe - auch "Eiszeit" genannt - um etwa 12 Monate verzögern. Um ein einfacheres Mining zu kompensieren, soll Konstantinopel auch ein sogenanntes "Dritteln" mit sich bringen: eine Reduzierung der Belohnung für jeden Miner-Block von 3 auf 2 ETH.

Konstantinopel führt auf auch die Create2-Funktion in die Plattform ein. Zunächst gab es Gerüchte, dass diese einen Angriffsvektor bei Ethereum einführen würde. Der Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin räumte diese Bedenken daraufhin aus.

Das andere Netzwerk-Update namens St. Petersburg soll ein vorhergehendes Update, das als Ethereum Improvement Proposal 1283 bekannt ist, aus den Testnets von Ethereum löschen.

Im Januar haben die großen US-Kryptowährungsbörsen Coinbase und Kraken bestätigt, das Upgrade von Ethereum unterstützen zu wollen. Die beiden Börsen folgten auch dem Beispiel von Binance, Huobi und OKEx, die sich verpflichtet hatten, das Ereignis vor seinem ersten Implementierungsversuch zu überwachen.

Wie Cointelegraph kürzlich berichtete, liegt die Anzahl der neuen Ethereum-Coins, die durch Mining gewonnen wurden, auf den niedrigsten Stand, der jemals verzeichnet wurde, wie aus Etherscan-Daten hervorgeht.