Libra und Stablecoins: FATF äußert Geldwäschebedenken

Die globale Finanzaufsichtsbehörde FATF hat nun, wie andere Behörden zuvor, ebenfalls Bedenken in Bezug auf Facebooks Libra und andere Stablecoins geäußert.

Die Masseneinführung solcher Währungen könnte die Arbeit an der Aufdeckung und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung behindern, wie Reuters am 18. Oktober berichtete.

Umgang mit potenziellen Risiken einer Masseneinführung

Der FATF-Präsident Xiangmin Liu sagte gegenüber Reportern in Paris, dass sowohl Stablecoins als auch die dahinter stehenden Unternehmen globalen Standards für Kryptowährungen und traditionelle Finanzanlagen unterliegen würden:

"Sollten sich Stablecoins weiter verbreiten, könnte das zu neuen Risiken im Zusammenhang mit Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung führen [...]. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass man sich mit den neuen Risiken im Zusammenhang mit Stablecoins angemessen auseinandersetzt."

Jeder hasst den Libra

Stablecoins gibt es seit einigen Jahren, aber erst die Ankündigung des Libra durch Facebook im Juni hat diese stärker in den Fokus rückt.

Behörden auf der ganzen Welt haben Bedenken bezüglich Facebooks Libra geäußert. Diese reichen von Geldwäsche bis hin zur Untergrabung und Gefährdung nationaler Währungen. Insbesondere Facebook gilt als Plattform mit einer so starken Reichweite und Bekanntheit, die Stablecoins und Kryptowährungen mit seinen Milliarden von Nutzern weltweit endlich in den Mainstream bringen könnte.

Kürzlich veröffentlichte eine Arbeitsgruppe der G7-Staaten einen vollständigen Bericht über die möglichen Auswirkungen globaler Stablecoins.