Der ehemalige Vizepräsident der chinesischen Zentralbank rief dazu auf, digitale Zentralbankwährungen als Ersatz für das im Umlauf befindliche Bargeld zu erwägen.
Wang Yongli, der ehemalige Vizepräsident der Bank von China und Direktor des Haixia Blockchain Research Institute, sagte, dass digitale Währungen sicherlich ein Ersatz für Bargeld sein können. Sie sollten allerdings nicht nur darauf beschränkt werden, so die Global Times.
Wang sagte, digitale Währungen könnten die Währungsstrukturen umgestalten. Auch die Einrichtung von "Basiskonten" für alle sozialen Einrichtungen auf der Plattform einer digitalen Zentralbankwährung könnte dabei in Erwägung gezogen werden. Damit könne die Bank digitale Währungen ohne große Auswirkungen auf das derzeitige Finanzsystem überwachen.
Er fügte hinzu, dass eine digitale Währung die Wirksamkeit der Geldpolitik verbessere, da die übermäßige Ausgabe von physischem Papiergeld verhindert werde.
Immer mehr Zentralbanken spielen derzeit mit dem Gedanken, digitale Währungen einzuführen. Die Bank von China hat dabei mit ihrer geplanten Einführung des digitalen Yuan eine Vorreiterrolle eingenommen. China hat noch keine Einzelheiten über den digitalen Yuan bekanntgegeben, aber Brancheninsider glauben, dass er aufgrund des "China Dream" nicht zur vorherrschenden Währung werden könne. Andere Zentralbanken prüfen die Umsetzbarkeit einer digitalen Währung. Die Bank von Japan ernannte kürzlich einen Forschungsleiter für ihre Erforschung von digitalen Währungen. Die Philippinen kündigten an, an einer eigenen digitale Währung arbeiten zu wollen.
Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.