IBM meldet Patent für IoT-Proof-Of-Work-Protokoll an

Der Technologiegigant IBM hat ein Patent für eine auf das Internet der Dinge (IOT)fokussierte Blockchain-Konfiguration angemeldet, die das Protokoll für den Proof of Work (PoW) so anpassen würde, dass es potentielle Sicherheitsprobleme in IoT-Netzwerken lösen kann. Das geht aus einer Anmeldung vom 26. April hervor.

In dem Patent heißt es:

"Eine Methode, die folgendes tut: Bestimmung eines Proof of Work über ein IOT-kompatibles Gerät; Verwendung einer vordefinierten Menge von Nonce-Werten bei der Bestimmung des Proof of Work; Speicherung des Proof of Work auf eine Blockchain; und Senden des Proof of Work als Broadcast-Nachricht."

Noncen werden in PoW-Systemen verwendet, um die Eingabe in eine kryptografische Hash-Funktion zu variieren, um einen Hash zu erhalten, der bestimmte Bedingungen erfüllt. Die Idee von IBM, eine Nonce - also eine "Nummer, die nur einmal verwendet werden kann" - auf einen vorgegebenen Bereich zu beschränken, könnte möglicherweise zwei Herausforderungen meistern, vor denen Blockchain-Lösungen für IoT-Netzwerke derzeit stehen.

IoT-Geräte sind mit Software, Sensoren und Netzwerkkonnektivität ausgestattet und eine Blockchain-Lösung könnte die Interaktion zwischen diesen Geräten dezentralisieren und es ihnen ermöglichen, Smart-Contracts auszuführen.

Viele IoT-Geräte - zum Beispiel eine IP-fähige Klingel bei einer smarten Geschirrspülmaschine - sind jedoch "Low-Power"-Geräte, was bedeutet, dass sie nicht genug Rechenleistung haben, um mit speziellen Mining-Geräten wie anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen (ASICs) zu konkurrieren. Ein Netzwerk von solchen Geräten, die ein Proof-of-Work-Protokoll verwenden, steht somit vor dem Problem, ressourcenintensive PoW-Berechnungen nicht durchführen zu können und gleichzeitig vor bösartigen externen Akteuren sicher zu sein. IBM beschreibt das so:

"Die meisten IoT-Geräte können nur eine begrenzte Menge an Energie verbrauchen. Um zu ermöglichen, dass solche Low-Power-Geräte einen Proof of Work für Smart-Contracts berechnen, sollte die Komplexität eines Krypto-Prozesses oder Krypto-Puzzles reduziert werden. Durch die Verringerung der Komplexität des Krypto-Puzzles können böswillige Teilnehmer jedoch die Smart-Contracts manipulieren."

Der IBM-Vorschlag stellt sicher, dass der Wettbewerb innerhalb des Netzwerks kontrolliert und vor mächtigen externen Akteuren geschützt werden kann, da "die Komplexität der Konstruktion eines PoW dynamisch angepasst werden kann, so dass ein IoT-Gerät nur noch eine gewisse, begrenzte Rechenleistung benötigt, um seine Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss eines PoW zu erhöhen."

IBM sieht vor, dass die Anwendungen von IoT-Smart-Contracts auf "peer-to-peer (P2P)-Strom-Netzwerke, logistische Netzwerke, Crowd-Source-Wetter-Netzwerke und Ähnliches ausgedehnt werden können".

IBM hat bereits zuvor mit Samsung an einem weiteren Blockchain-Proof-of-Concept für IoT-Netzwerke zusammengearbeitet.