Laut einem Chainalysis-Bericht vom 25. September entfielen auf die Region Naher Osten und Nordafrika (MENA) zwischen Juli 2023 und Juni 2024 7,5 % des gesamten weltweiten Transaktionsvolumens für Kryptowährungen.

Chainalysis schätzt den Gesamtwert, der in diesem Zeitraum erzielt wurde, auf 338,7 Mrd. US-Dollar, wobei der überwiegende Teil des Transaktionsvolumens von institutionellen und professionellen Anlegern stammt.

Dem Bericht zufolge beliefen sich schätzungsweise 93 % der Transaktionen auf 10.000 US-Dollar oder mehr – damit wurden Kleinanleger, die nur 1,8 % des gesamten Transaktionsvolumens in der Region ausmachten, deutlich in den Schatten gestellt.

Aufteilung der Transaktionsvolumen im Nahen Osten nach Anlegerklassen. Quelle: Chainalysis

Der Onchain-Verkehr in der Region wurde hauptsächlich über zentralisierte Kryptobörsen abgewickelt. Der Bericht stellte jedoch ausdürcklich auch das „große Interesse“ der Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabiens an dezentralen Plattformen (DeFi) fest.

Naher Osten wird zum Krypto-Mekka

Chainalysis hob die Entwicklung der Vereinigten Arabischen Emirate als globales Krypto-Mekka hervor, das in erster Linie durch eine klare Regulierung und eine vorausschauende Haltung gegenüber der Krypto-Technologie vorangetrieben wird.

Im August 2024 entschied das Gericht erster Instanz in Dubai, dass Kryptowährungen gültige Zahlungen für Arbeitsverträge sind, und erkannte an, dass Arbeitnehmer das Recht haben, digitale Token entgegenzunehmen, die in gesetzlichen Arbeitsverträgen festgelegt sind.

Der Kläger in diesem Fall, der einem monatlichen Gehalt zugestimmt hatte, das sowohl in Fiat-Währung als auch in EcoWatt-Token festgelegt war, erhielt die betreffenden Token nicht von seinem Arbeitgeber und wandte sich deshalb an das Gericht, um Klarheit zu schaffen.

Im Jahr 2023 entschied das Gericht dann, dass dem Kläger Schadenersatz geschuldet wurde, zwang den Beklagten aber nicht, die Zahlung in Kryptowährung zu leisten – eine Position, die im Urteil vom August 2024 aufgehoben wurde.

Jahreswachstum der Krypto-Anlegerklassen in den VAE im Vergleich. Quelle: Chainalysis

Im September 2024 unternahmen die Finanzaufsichtsbehörden der Vereinigten Arabischen Emirate einen weiteren Schritt in Richtung digitaler Vermögenswerte, indem sie Anbietern virtueller Vermögenswerte, die in Dubai lizenziert sind, erlaubten, das gesamte Land zu bedienen.

Der Vorstandsvorsitzende der Virtual Assets Regulatory Authority (VARA) in Dubai erklärte, dass die neue Partnerschaft der Organisation mit der Securities and Commodities Authority (SCA) der Vereinigten Arabischen Emirate den Regulierungsprozess vereinfacht und umfassende Sicherheiten gegen Anlegerrisiken und Betrug bietet.

Kürzlich genehmigte die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate zudem ein Depotversicherungsprodukt, das Finanzinstitute und ihre Kunden vor Verlusten infolge von Hackerangriffen, internem Betrug und Schäden an der Speicherinfrastruktur schützen soll.

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