Ledger und Legacy Trust wollen Kryptodepots für institutionelle Investoren anbieten

Der französische Hardware-Wallet-Hersteller Ledger hat sich mit der Hongkonger Treuhandgesellschaft Legacy Trust zusammengetan, um institutionelle Kryptowährungs-Depots anzubieten. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die Cointelegraph am 28. März vorlag.

In der Ankündigung heißt es, dass dies der erste Dienst für digitale Vermögenswertdepots auf institutionellem Niveau sei. Es wird außerdem erklärt, dass das neue Angebot auf Ledger Vault, dem institutionellen Wallet-Manager von Ledger, basieren würde. Das Unternehmen soll im November letzten Jahres nach New York expandiert sein, um den Depotdienst Ledger Vault zu entwickeln.

Laut der Webseite des Dienstes unterstützt Ledger Vault Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Litecoin (LTC), Ethereum (ETH), Zcash (ZEC) und 12 weitere Kryptowährungen. Außerdem heißt es in der Mitteilung, dass Legacy Trust durch diese Zusammenarbeit auch ein Depot für auf Ethereum basierende ERC-20-Token anbieten könne.

Schließlich wird in der Ankündigung festgestellt, dass das institutionelle Vertrauen in die Fähigkeit eines Unternehmens, Kundengelder in dieser Branche sicher aufzubewahren, so gering wie nie zuvor sei. Grund dafür seien die kürzlichen Hackangriffe auf Börsen und andere Debakel, wie etwa die Situation um QuadrigaCX.

Wie Cointelegraph kürzlich berichtete, hat die Kryptowährungsbörse DragonEx aus Singapur seine Benutzer darüber informiert, dass es einen Hackangriff gegeben hätte. Dabei seien sowohl die "Gelder der Benutzer als auch die der Plattform" gestohlen worden.

Heute berichtete Cointelegraph, dass Datenwissenschaftler der Blockchain-Infrastrukturfirma Elementus Details zu den jüngsten Transaktionen der Kryptobörse CoinBene veröffentlicht haben, die sie für verdächtig halten. Dabei wurde zunächst eine Transaktion in Höhe von umgerechnet 93,5 Mio. Euro in Krypto genannt, die sehr schnell aus der Hot-Wallet der Börse transferiert wurden.

Die hochrangige Börse hatte seinen Benutzern erst gestern versichert, dass der Grund für die verlängerte Wartungszeit kein Hackangriff sei. Zuvor haben Kunden geäußert, dass sie glauben würden, dass die Börse gehackt worden sei.