Alex Gluchowski, CEO und Mitbegründer von Matter Labs, gab am 3. September bekannt, dass das Unternehmen eine Umstrukturierung durchführe und im Zuge dessen 16 % seiner Belegschaft abbaut.

Laut Gluchowski ist Matter Labs, der Entwickler der Ethereum-Skalierungslösung ZKsync, immer mit einem kleineren Team erfolgreich gewesen und hat das Unternehmen umstrukturiert, um den Anforderungen des sich schnell entwickelnden Marktes gerecht zu werden.

Quelle: Alex Gluchowski

Konkret verwies der CEO auf die kleiner werdende Rolle von Matter Labs im zunehmend dezentralisierten ZKsync-Ökosystem. Gluchowski erklärte auf Social Media:

"Die Rolle von Matter Labs im dezentralen ZKsync-Ökosystem hat sich ebenfalls weiterentwickelt. Der Start der Elastic Chain und ZK Nation war der richtige Moment, um unsere Strategie, Ziele und Teamzusammensetzung neu zu bewerten."

Gluchowski kündigte außerdem Abfindungspakete für alle betroffenen Teammitglieder an. Der CEO von Matter Labs wies abschließend auf etwa 12 Blockchain-Projekte hin, die in diesem Jahr auf dem Elastic-Chain-Ökosystem von ZKsync gestartet wurden, sowie auf die laufende Entwicklung von ZKsync Era durch Drittentwickler.

Matter Labs baut ab: ZKsync erreicht Dezentralisierung

Im September 2023 startete Matter Labs in Zusammenarbeit mit DappRadar das ZKsync Ecosystem Portal, das als wichtiger Schritt zur vollständigen Dezentralisierung des ZKsync-Ökosystems angepriesen wurde.

Beim Start des Portals kündigten Sprecher von ZKsync an, "die Aufgabe der Kontrolle über das Ökosystem ist ein wichtiger Schritt bei der Übergabe des Eigentums an die Gemeinschaft". Die nächsten Schritte seien die "vollständige Dezentralisierung" der "Technologie, der Verwaltung der Gemeinschaft" und der kritischen Infrastruktur des Protokolls.

Matter Labs in der Kritik: Markenanmeldung von "Zero Knowledge Proofs" 

Anfang 2024 meldete Matter Labs eine Marke für den Begriff "Zero-Knowledge" an, um sich die geistigen Eigentumsrechte an der Technologie zu sichern.

Das löste eine Gegenreaktion von Führungskräften aus der Branche aus. Laut Eli Ben-Sasson, CEO von StarkWare, ist der Versuch, die Zero-Knowledge-Technologie als Warenzeichen zu schützen, vergleichbar mit dem Versuch eines Bäckers, exklusive geistige Eigentumsrechte auf Brot zu beanspruchen.

Die weit verbreitete Kritik führte schließlich dazu, dass Matter Labs im Juni 2024 alle Anmeldungen zum Schutz des geistigen Eigentums an dem Begriff "ZK" fallen ließ.

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