Als Facebook im September 2021 seinen Namen in Meta änderte, wurde deutlich, dass sich CEO Mark Zuckerberg voll und ganz dem Wechsel von Web2 Social Media zum Metaverse verschrieben hatte. Jetzt, drei Jahre später, wird ersichtlich, wie sehr sich das Unternehmen (finanziell) auf diese Strategie versteift hat und welche Auswirkungen die Expansion in die Virtual und Augmented Reality (VR und AR) auf das Geschäft von Meta hat.
Meta verzeichnete im Jahr 2023 einen Umsatz von 134,9 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von fast 16 % gegenüber 2022. Der Umsatz des vierten Quartals in Höhe von 40,1 Mrd. US-Dollar stellt einen Unternehmensrekord dar und übertrifft die Prognosen der Analysten. Dies scheint darauf hinzudeuten, dass die Umstellung auf das „Metaverse“ für das Unternehmen gut verlaufen ist, aber es gibt gemischte Signale, die sich vor der Veröffentlichung des nächsten Quartalsberichtes am 24. April abzeichnen.
Metaverse ist Verlustgeschäft
Während es der Social-Media-App Facebook recht gut geht, hat Metas Reality Labs – die Forschungsabteilung, die für Produkte wie die Quest-VR-Headset-Linie verantwortlich ist – seit 2021 Jahr für Jahr Betriebsverluste in Höhe von insgesamt rund 40 Milliarden US-Dollar verursacht.
Die Einnahmen des Unternehmens stammen im Wesentlichen ausschließlich von Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp, den Social-Media- und Messaging-Apps des Unternehmens.
Einem Bericht von UploadVR zufolge hat Meta seit 2019 etwa 20 Millionen Quest-Headsets verkauft (Stand: März 2023). Zum Vergleich: Apple hat allein im Jahr 2023 rund 151 Millionen iPhones verkauft, während Sony seit 2020 rund 50 Millionen PlayStation-5-Konsolen abgesetzt hat (Stand: Dezember 2023).
Meta trotzdem im Aufwind
Im Fall von Meta scheinen die Zahlen rund um Reality Labs die Investoren und Aktionäre dennoch nicht aus der Ruhe zu bringen. Wie The Motley Fool kürzlich feststellte, hat Meta im gleichen Zeitraum, in dem es Geld in Reality Labs für die Forschung und Entwicklung des Metaverse gesteckt hat, auch seine eigenen Aktien in immer schnellerem Tempo zurückgekauft.
Das Unternehmen hat seit 2021 eigene Aktien im Wert von 92 Mrd. US-Dollar zurückgekauft und verfügte Berichten zufolge Ende 2023 über einen finanziellen Rahmen von 31 Mrd. US-Dollar für derartige Käufe, wobei im Februar weitere 50 Mrd. US-Dollar für weitere Rückkäufe vorgesehen waren.
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