Die einflussreiche Ratingagentur Moody’s hat das Rating der amerikanischen Kryptobörse Coinbase herabgestuft und prüft nun sogar noch weitere Abstufungen.
Als Erklärung für die Abstufung führt Moody’s an, dass das Geschäftsmodell von Coinbase „an Handelsvolumen, Transaktionsaktivitäten und die Kursentwicklungen auf den Kryptomärkten geknüpft ist“. So hätte die anhaltende Schwächephase auf dem Kryptomarkt zuletzt für deutlich weniger Handelsaktivität gesorgt und damit unweigerlich auch die Einnahmen der Kryptobörse geschmälert.
In der Tat hat die schwierige Marktlage für Coinbase zu Problemen geführt, so hat das Unternehmen am 14. Juni verkündet, dass wegen dieser Umstände nun 18 % der Belegschaft entlassen werden müssten. Entsprechend geht auch Moody’s davon aus, dass die Rentabilität der Firma „unter den geltenden Voraussetzungen weiter gedämpft wird“.
Demnach will sich Moody’s offenhalten, das Rating der Kryptobörse nach unten zu korrigieren, falls die Kurse und Handelsaktivitäten in den nächsten Wochen weiter zurückgehen sollten. Gleichsam will die Ratingagentur jedoch auch berücksichtigen, ob Coinbase in dieser Zeit effektiv Kosten einsparen und Fachkräfte halten kann, auch etwaige Regulierungsmaßnahmen fließen ggf. in eine Neubewertung mit ein.
Immerhin gesteht die Agentur zu, dass die Coinbase ihr Rating auch wieder verbessern kann, falls der Umsatz trotz des Bärenmarktes wieder gesteigert werden kann und womöglich andere Einnahmequellen generiert werden, die unabhängig von den Kursentwicklungen auf den Kryptomärkten sind. Aktuell stammen knapp 87 % aller Umsätze der Coinbase aus dem Krypto-Handel.
Am gestrigen Donnerstag lag die Coinbase-Aktie 13,4 % im Plus bei einem Kurswert von 58,88 US-Dollar. Seit Beginn des Jahres befindet sich das Wertpapier nichtsdestotrotz satte 77 % im Minus.
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