NEO und Ontology planen Cross-Blockchain-Plattform

Die chinesischen Blockchain-Plattformen Ontology und NEO arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines interoperablen Protokolls, um die Entwicklung des Internet der nächsten Generation zu voranzutreiben.

Laut einer mit Cointelegraph am 18. Juli geteilten Pressemitteilung wollen die beiden Blockchain-Firmen eine offene, globale Cross-Chain-Plattform auf der Grundlage eines Interoperabilitätsprotokolls aufbauen, das die Stärken beider Unternehmen nutzen soll.

NEO wird an der Entwicklung von Protokollen und Komponenten zur Unterstützung eines vollständigen Spektrums digitaler Assets arbeiten und Ontology sein dezentrales Identitäts-Framework weiter ausbauen. 

Hauptfunktionen von NEO und Ontologys Protokoll für Interoperabilität

Die Pressemitteilung stellt vier grundlegende Aspekte des Interoperabilitätsschubs der Unternehmen heraus. Die Entwicklungsarbeit ziele zunächst darauf ab, einen "umweltfreundlichen Ansatz für Mitgliedsketten" zu etablieren. Das bedeutet, dass das Protokoll - um die Mitglieds-Blockchainss vor einer so genannten Kannibalisierung zu schützen - indem diese weder Token ausgibt noch ein spezielles Smart Contract-System bereitstellt.

Zudem soll eine niedrige Eintrittsbarriere erreicht werden, nach der bestehende Blockchain-Projekte nicht zur Entwicklung neuer Protokollebenen oder anderer Modifikationen verpflichtet werden sollen. Damit soll deren perspektivische Integration optimiert werden.

Das Protokoll soll auch darauf abzielen, Endgültigkeit und Atomarität bei Cross-Chain-Transaktionen zu ermöglichen und sich auf die Weiterentwicklung dezentraler Anwendungen (DApps) konzentrieren, indem es die Cross-Chain-Interaktionen für Smart-Contracts unterstützt.

Schließlich versprechen beide Unternehmen die Optimierung der Sicherheit für Cross-Chain-Transaktionen und -Interaktionen. Bislang haben sie jedoch noch keine konkreten Details zu den technischen und operativen Sicherheitsmechanismen bekannt gegeben, die für die Umsetzung geplant sind.

Eine globale Initiative für Blockchain-Interoperabilität

Die Gründer beider Unternehmen betonen in ihren jeweiligen Statements, dass ein kollaborativer Ansatz der erste Schritt  zur Schaffung der Grundlage für eine globale Cross-Chain-Plattform ist, die verschiedene Projekte und Unternehmen der Branche einbinden und reale Anwendungen angehen kann.

Im vergangenen Monat gab der Ethereum Classic (ETC)-Inkubator ETC Labs Pläne bekannt, in Zusammenarbeit mit Metronome (MET) eine Lösung für die Interoperabilität von Ethereum und ETC zu entwickeln.

In einem vom Blockchain-Technologieunternehmen ConsenSys erstellten und vom Blockchain-Observatorium und Forum der Europäischen Union im März dieses Jahres veröffentlichten Bericht wurde die Einführung von Interoperabilitäts- und Skalierungsstandards für den europäischen Blockchain-Sektor empfohlen.