Der Ripple-Chef Brad Garlinghouse glaubt, dass die Genehmigung mehrerer börsengehandelter Bitcoin-Fonds (ETFs) in den Vereinigten Staaten den Weg für weitere vergleichbare Krypto-Investitionsprodukte im Jahr 2024 ebnen wird.
Im Gespräch mit dem CNBC-Korrespondenten Arjun Kharpal auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizerischen Davos am 16. Januar hielt sich Garlinghouse zwar mit der ausdrücklichen Vorhersage zurück, dass bald auch ein -ETF von der US-Börsenaufsicht (SEC) genehmigt werden würde, aber gleichsam erwartet er, dass ein -ETF in naher Zukunft ebenfalls grünes Licht erhalten wird.
„Ich denke, das ist eine sichere Sache. Ich werde keinen Zeithorizont festlegen, aber ich denke, dass es mit Sicherheit weitere ETFs geben wird“, sagte Garlinghouse in dem Interview im Filecoin Sanctuary, das an das Gelände des Weltwirtschaftsforums in Davos angrenzt.
Der Ripple-CEO antwortete auf eine Reihe von Fragen, die sich auf die vielbeachtete Genehmigung von Bitcoin-ETFs durch die SEC konzentrierten, obwohl der Vorsitzende der Behörde, Gary Gensler, Bitcoin nicht ausdrücklich befürwortet hatte.
Garlinghouse kritisierte Genslers Regulierungsansatz, indem er an das Sprichwort erinnerte, das besagt, dass „die Definition von Wahnsinn darin besteht, dass man immer wieder das Gleiche tut und ein anderes Ergebnis erwartet“.
„Ich denke, der Vorsitzende der SEC, Gary Gensler, ist zu einer politischen Belastung in den Vereinigten Staaten geworden. Ich denke, er handelt nicht im besten Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Er handelt nicht im besten Interesse des langfristigen Wirtschaftswachstums.“
Garlinghouse merkte auch an, dass die SEC in Bezug auf ihren Regulierungsansatz für den Kryptosektor unter zunehmenden Druck der US-Justiz geraten sei.
„Die Realität ist, dass wir nur deshalb einen Bitcoin-ETF haben, weil ein US-Gericht der SEC sagte: 'Sie wenden das Gesetz willkürlich und unberechenbar an.' Es wäre traurig, wenn jeder ETF die gleiche Reise durchmachen müsste und Gary Gensler wieder vom US-Justizsystem korrigiert werden müsste, aber das könnte notwendig sein“, fügte Garlinghouse hinzu.
„Ich denke, der Stablecoin-Markt hat die Menschen in gewisser Weise überrascht, da er einen echten Bedarf deckt. Ich denke, dass es nur sinnvoll ist, wenn es in diesem Bereich regulatorische Klarheit gibt. Ich denke, das ist gut für die gesamte Branche.“
Wie Cointelegraph berichtete, erzielten Bitcoin-ETFs am 16. Januar ein Handelsvolumen von insgesamt 1,8 Milliarden Dollar, wobei allein Grayscale, BlackRock und Fidelity 1,6 Milliarden Dollar auf sich vereinten. Eric Balchunas, ETF-Analyst bei Bloomberg, hob den krassen Gegensatz zwischen dem Handelsvolumen von 450 Millionen Dollar aller 500 ETFs hervor, die am selben Tag in den USA im Jahr 2023 aufgelegt wurden.
Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.