Der japanische Elektronikriese Sony hat mit der Entwicklung einer eigenen Layer-2-Blockchain begonnen. Ziel ist es, innerhalb der nächsten drei Jahre verschiedene Produkte in die neue Technologie einzubinden, wie aus einer Pressemitteilung vom 23. August hervorgeht.
Als einer der weltweit führenden Elektronikkonzerne setzt Sony nach eigener Aussage auf die Entwicklung der eigenen Layer-2-Blockchain namens Soneium.
Die neue Layer-2-Lösung, die auf dem Ethereum-Netzwerk basiert, ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem in Singapur ansässigen Web3-Unternehmen Startale Labs. Obwohl Soneium noch nicht live ist, soll in den kommenden Tagen ein Testnetzwerk gestartet werden. Dieses soll mittelfristig den Weg für die Veröffentlichung des Mainnets ebnen.
Mit der eigenen Layer 2 setzt Sony bewusst auf die Web3-Industrie und eine native Integration in das Leben der Menschen. Dies beschreibt Sota Watanabe, der Direktor von Sony Block Solutions Labs, wie folgt:
“Die Web3-Industrie befindet sich inmitten eines großen Wandels. Wir glauben, dass der Wendepunkt für die gesamte Web3-Industrie darin bestehen wird, ob wir als Unternehmen, die sich mit Web3 beschäftigen, wirklich Lösungen anbieten können, die Milliarden von Menschen ganz selbstverständlich in ihrem täglichen Leben nutzen und Web3 in den nächsten Jahren zum Mainstream machen.”
Watanabe sei zuversichtlich, dass Soneium eine führende Rolle bei der Verwirklichung dieser Vision spielen könne und lade Entwickler und Unternehmen aus aller Welt zur Zusammenarbeit ein.
Soneium: Layer-2-Blockchain auf OP Stack
Soneium wird mit dem OP Stack entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Open-Source-Framework, das die Erstellung skalierbarer und anpassbarer Layer-2-Blockchains auf Ethereum ermöglicht.
Diese Technologie fasst mehrere Transaktionen zusammen und verarbeitet sie außerhalb der Blockchain, bevor sie zurück auf die Ethereum-Blockchain geschrieben werden. Dies ermöglicht eine effizientere und kostengünstigere Verarbeitung von Transaktionen.
Durch die Verwendung des OP-Stacks soll Soneium nahtlos mit anderen Layer-2-Blockchains wie Base von Coinbase interagieren, die ebenfalls auf diesem Framework basieren.
We're gearing up for our testnet launch, which will provide developers with their first hands-on experience with Soneium.
— Soneium 💿 (@soneium) August 23, 2024
Official @Sony release: https://t.co/rt5AVO2LGS
In the coming weeks, we'll release detailed technical documentation and initial developer tools and SDKs.…
Dabei setzt Soneium auf die Integration des zkEVM (Zero-Knowledge Ethereum Virtual Machine) des Astar-Netzwerks, das ebenfalls von Startale Labs unterstützt wird. Diese Integration soll die anfängliche Liquidität der Layer-2-Blockchain steigern und ermöglicht eine effizientere Verwaltung von Assets auf der Blockchain.
Sony hat sich entschieden, vorerst keine eigene Kryptowährung zu lancieren. Stattdessen wird der bestehende Optimism-Token zur Zahlung von Netzwerkgebühren verwendet. Dies soll die Integration und Nutzung der Soneium-Blockchain vereinfachen.
Sony setzt auf Blockchain-Technologie
Sony hat in den letzten Jahren intensiv in die Erforschung von Blockchain-Technologien investiert und dabei verschiedene Anwendungsfälle untersucht. Neben der Entwicklung von Soneium betreibt Sony auch ein Web3-Inkubationsprogramm in Zusammenarbeit mit Astar Network und Startale Labs. Ziel dieses Programms ist es, innovative Anwendungen im Web3-Bereich zu fördern und zu entwickeln.
Mit der neuen Layer 2 möchte Sony diverse Geschäftsbereiche, wie die Sony Bank, Sony Music und Sony Pictures, in den nächsten zwei Jahren mit der Soneium-Blockchain verknüpfen. Damit möchte der Elektronikkonzern Web3-Technologien einem breiteren Publikum zugänglich machen und neue Anwendungsmöglichkeiten für Blockchain in alltäglichen Produkten und Dienstleistungen erschließen.
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