Südkoreanische Kryptobörse Bithumb von Regierung freigesprochen

Nach dreimonatigen Ermittlungen konnte die südkoreanische Regierung keine Hinweise auf strafbare Handlungen bei der Kryptobörse Bithumb finden, dies berichteten lokale Medien am 8. Juni.  

Bithumb ist momentan die größte Kryptowährung in Korea und nach Handelsvolumen die Siebtgrößte weltweit, laut Daten von Coinmarketcap.

Die Untersuchung der Börse begann am 10. Januar und wurde von mehreren Regierungsbehörden durchgeführt, darunter der National Tax Service (NTS), die Financial Services Commission (FSC) und die Korea Financial Intelligence Unit (KFIU).

Von Regierungsseite wird das Prozedere als sorgfältig und umfangreich beschreiben. Im Hauptquartier der Börse fand ein Durchsuchungs- und Beschlagnahmeverfahren statt, bei dem Computerdateien, elektronische Geräte und sonstige relevante Informationsquellen sichergestellt wurden, um eine vollumfängliche Revision der Börse vornehmen zu können.

Obwohl die Regierung keinerlei Hinweise auf illegale Aktivitäten, Steuerhinterziehung oder andere verdächtige Geschäftspraktiken finden konnte, muss Bithumb trotzdem 30 Mrd. Won (ca. 28 Mio. $) an Steuern nachzahlen.     

Bithumb wurde zur Zielscheibe der Ermittlungen, nachdem es einen 171-fachen Zugewinn innerhalb eines 12-monatigen Zeitraums ausgewiesen hatte. Daraufhin wollte der NTS sicherstellen, dass das Unternehmen alle steuerlichen Belastungen gezahlt und ordnungsgemäß alle Wertanlagen, Gewinne und Verluste angegeben hatte.

Ein Sprecher der NTS gab an, dass die Behörde „zwischen 2014 und 2017 mehrere Untersuchungen gegen Bithumb angestrengt hatte. Während dieser vier Jahre hat Bithumb fortlaufend alle anfallenden Steuern gezahlt, ohne dass es zu Konflikten mit dem NTS gekomment ist.“

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