Stanford-Startup Alchemy will „das Microsoft der Blockchain-Branche“ werden

Das Blockchain-Startup Alchemy hat Investitionskapital von mehreren namhaften Organisationen und Einzelpersonen eingesammelt, darunter auch die renommierte Universität Stanford.

Wie Bloomberg am 17. Dezember berichtet, konnte Alchemy insgesamt 15 Mio. US-Dollar Investitionskapital einsammeln, wobei sich neben der Universität Stanford auch einige der wichtigsten Köpfe aus Silicon Valley als Geldgeber beteiligt haben, darunter zum Beispiel der Yahoo Mitgründer Jerry Yang und der LinkedIn Mitgründer Reid Hoffman.

Bei Redaktionsschluss haben weder die Universität Stanford noch Alchemy auf Anfrage von Cointelegraph dazu reagiert.

Bloomberg weist darauf hin, dass sich auch der große amerikanische Finanzdienstleister Charles Schwab als eines der investierenden Unternehmen an der Finanzierungsrunde beteiligt hat.

Die Dienstleistung des Blockchain-Startups Alchemy besteht im sogenannten Blockchain-as-a-Service. Das Unternehmen stellt also vorrangig Firmenkunden eine Blockchain-Lösung zur Verfügung, die auf die jeweiligen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten wird. Auch Amazon Web Services (AWS) und Oracle haben bereits ähnliche Produkte angeschoben.

Die Investition der Universität Stanford ist derweil nicht ganz verwunderlich, da sich unter den Gründern von Alchemy die zwei Stanford Absolventen Nikil Viswanathan und Joe Lau befinden. Die Firmengründer geben sich überzeugt, mit ihrem Startup in eine große Marktlücke stoßen zu können.

So meint Viswanathan gegenüber Bloomberg:

„Wir wollen das Microsoft der Blockchain-Branche werden.“

Lau vergleicht die momentane Blockchain-Marktlage mit den Anfängen des Computer-Zeitalters. Demnach hätte es damals auch nur wenige Personen gegeben, die sich mit der neumodischen Erscheinung befasst hätten, ehe der Computer letztendlich seinen Siegeszug antrat.

„In den 70ern und 80ern haben höchstens Forscher mit Computern gearbeitet und heute benutzt jeder einen“, wie Lau gegenüber Bloomberg erklärt. Ähnlich sieht er den momentanen Verbreitungsgrad und das Potenzial der Blockchain-Technologie.

Vor einigen Monaten hatte Cointelegraph bereits über andere Stanford Absolventen berichtet, die sich ebenfalls mit Blockchain befasst hatten. So haben diese ein Netzwerk für Kryptowährungen entwickelt, das lediglich auf Smartphones basiert. Das Netzwerk soll bereits mehr als 500.000 Nutzer haben.