Cointelegraph
Michael Kapilkov
Verfasst von Michael Kapilkov,Ehemaliger Redaktionsautor
Alex Cohen
Geprüft von Alex Cohen,Ehemaliger Redakteur

Die Krypto-Pioniere hinter dem Begriff „Hashrate“ sehen den Abfall der Kennzahl unbesorgt

Der jüngste Abschwung der Hashrate hat den Kurs von Bitcoin bisher noch nicht beeinflusst.

Die Krypto-Pioniere hinter dem Begriff „Hashrate“ sehen den Abfall der Kennzahl unbesorgt
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Die Hashrate von Bitcoin (BTC) legt momentan eine längere Talfahrt hin, was für Garrick Hileman, den leitenden Marktforscher von Blockchain.com, jedoch kein Grund zur Sorge ist.

Das Krypto-Unternehmen Blockchain.com wurde 2011 von ehemaligen Mitarbeitern der Kryptobörse Coinbase gegründet. Die Webseite war eines der ersten Bitcoin-Analyseportale, das seinen Leistungsumfang später auf eine eigene Wallet, eine Kryptobörse und Krypto-Lending erweitert hat. Als einer der Pioniere der Branche hat das Portal zudem den Begriff „Hash Rate“ etabliert, der heute oft genutzt wird, da er eine wichtige Kennzahl für Kryptowährungen beschreibt. Hiermit wird die in einem Blockchain-Netzwerk verfügbare Rechenleistung ausgedrückt. Die ursprüngliche Definition ist, dass die Hashrate „die Anzahl der Terahashes pro Sekunde beschreibt, die das Bitcoin-Netzwerk durchführt“.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Hashrate von Bitcoin schwankt. So ist sie in diesem Jahr am 25. März zunächst auf ein zwischenzeitliches Tief von 76 Mio. TH/s gefallen, ehe sie kurz nach dem Halving von Bitcoin im Mai auf ein neues Rekordhoch geklettert ist. Dieser Höhenflug endete wiederum am 25. September auf einem Hoch von 161 Mio. TH/s.

Knapp einen Monat später hat sich der Trend allerdings wieder umgekehrt, so verzeichnete die Hashrate am 27. Oktober nur noch 95 Mio. TH/s. Der genaue Grund dafür ist unbekannt, wobei Experten vermuten, dass dies mit dem Ende der Regenzeit in China zusammenhängen könnte, die viele Miner der Region zwingt, umzusiedeln und ihren Betrieb vorübergehend einzustellen.

Bitcoin Hashrate 2020. Quelle: CryptoQuant.

Im Interview mit Cointelegraph erklärt Hileman, dass er diesen Abschwung jedoch nicht als Grund zur Sorge sieht:

„Die Hashrate ist immer noch deutlich höher als nach dem Halving im Mai, also gibt es für mich keinen Grund zur Sorge. Das ist dennoch eine interessante Entwicklung, aber seit dem Halving haben wir auch schon andere Abschwünge gesehen, die ähnlich waren. Wahrscheinlich ist es nur reiner Zufall und halb so schlimm, aber beobachten sollten wir es trotzdem.“

Die Hashrate konnte sich in den letzten Tagen wieder auf 107 Mio. TH/s verbessern. Im Vergleich zum Jahresanfang steht nichtsdestotrotz ein leichtes Minus zu Buche, da die Hashrate mit einem Wert von 111 Mio. TH/s ins neue Jahr gestartet war. Obwohl Kurs und Hashrate in der Vergangenheit eine enge Korrelation aufgewiesen haben, hat sich der jüngste Abschwung der Hashrate bisher noch nicht negativ auf die Kursentwicklung von Bitcoin ausgewirkt.

 

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