Der globale Hype um das Web3 wird in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich 1,1 Bio. US-Dollar in die Kassen der indischen Wirtschaft spülen, wobei diese Entwicklung allen voran durch die starke Ausgangslage bedingt ist, in der sich das Land befindet. So wartet die heimische Branche bereits mit mehr als 450 Startups auf, darunter prominente Projekte wie CoinDCX, Polygon und CoinSwitch.

Laut einer aktuellen Studie der National Association of Software and Service Companies (NASSCOM), eine indische Lobbyorganisation der Techbranche, ist Indien im globalen Vergleich schon jetzt einer der führenden Player im Web3. Was durch mehrere Faktoren bedingt ist, wie zum Beispiel ein großer Pool an Fachkräften, eine hohe Adoption und eine Produktentwicklung gezielt für den internationalen Markt.

Bestandsaufnahme des indischen Web3-Ökosystems im Jahr 2022. Quelle: NASSCOM

Das US-India Strategic Partnership Forum (USISPF) prognostiziert dementsprechend, dass das „Web3 in den nächsten 10 Jahren zusätzliche 1,1 Bio. US-Dollar zum indischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitragen kann“.

Investitionen in indische Web3-Startups. Quelle: USISPF and NASSCOM

Zudem stellt die Studie fest, dass Tempo und Umfang der Investitionen in indische Web3-Startups starke Ähnlichkeiten zur Adoption von Krypto-Projekten aufweisen, denn in den letzten zwei Jahren konnte ein rasantes Wachstum um das 37-Fache erreicht werden. Das explosive Wachstum wird dadurch unterfüttert, dass der Pool an Web3-Fachkräften immer größer wird, wodurch die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot in Indien im Vergleich zu USA, China und Großbritannien am geringsten ist.

In diesem Zusammenhang ist Indien auch auf Platz 1, was die Umschulung auf moderne Technologien angeht, darunter ganz besonders aufstrebende Technologien wie Web3 und Blockchain.

Globale Verteilung der Web3-Fachkräfte. Quelle: OKX and NASSCOM

In der oberen Grafik wird ersichtlich, wie sich der globale Fachkräfte-Pool für das Web3 momentan aufteilt. Dabei liegen die USA und China momentan noch vor Indien. Allerdings schätzt die Studie, dass Indien in den nächsten ein bis zwei Jahren die schnellste Wachstumsrate haben wird und so in großen Schritten aufholen könnte.

Spezialisierungsbereiche indischer Web3-Startups. Quelle: Zinnov CoNXT Research & Analysis

Das indische Web3-Ökosystem spezialisiert sich schon jetzt auf eine Vielzahl von praktischen Anwendungsmöglichkeiten und knapp 60 % der Startups des Landes sind bereits ins Ausland expandiert.

Ein Beispiel für einen möglichen Anwendungsfall liefer der große indische Onlinehändler Flipkart, der jüngst sein eigenes Metaverse namens Flipverse an den Start gebracht hat, in dem unter anderem Artikel von namhaften Marken wie Puma und Nivea gekauft werden können.

Das Flipverse wurde dabei in Zusammenarbeit mit der auf Polygon angesiedelten eDAO entwickelt, und unterstützt digitale Sammelgegenstände, die wiederum über FireDrops,die neue Online-Shopping-Plattform von Flipkart, erworben werden können.

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