Erklärt: Was sind Direkt-Kryptobörsen?

Benjamin Crowell
19 FEB 2020
Erklärt: Was sind Direkt-Kryptobörsen?

Partnership Material

1.

Was sind Direkt-Kryptobörsen?

Selbst eingefleischte Krypto-Fans wissen vielleicht nicht unbedingt, was Direkt-Kryptobörsen sind und was sie machen. Changelly, Shapeshift und ChangeNOW findet man auch nicht im Kryptobörsen-Ranking von CoinMarketCap und der Name gibt ebenfalls nicht viel her. Was ist jetzt also eine Direkt-Kryptobörse?

Eine Direkt-Kryptobörse ist eine Handelsplattform, die die Angebote verschiedener klassischer Kryptobörsen zusammenfasst, geringere Registrierungsanforderungen stellt und eine vereinfachte Bedienbarkeit bietet. Damit unterscheiden sie sich deutlich von traditionellen Kryptobörsen wie Binance und OKEx, die auch die Verwahrung der Krypto-Vermögen ihrer Nutzer übernehmen, denn diese bieten lediglich die Kaufangebote der hauseigenen Plattform, zudem ist ihr Registrierungsprozess oftmals aufwendig und die Bedienbarkeit ist eher auf professionelle Trader ausgerichtet.

2.

Was sind die Vorteile von Direkt-Kryptobörsen?

Die Unterschiede zwischen klassischen Kryptobörsen und den Direkt-Kryptobörsen machen eine Variante nicht automatisch besser als die andere, sondern sie sind vielmehr auf verschiedene Anwendungsbereiche ausgelegt. Wenn Sie verstehen lernen, was Direkt-Kryptobörsen genau sind, dann können Sie sich umso besser entscheiden, welche Variante zu ihren Bedürfnissen passt. Nachfolgend nennen wir ihnen deshalb einige der Vorteile, die Direkt-Kryptobörsen mit sich bringen:

Sicherheit

Einer der grundlegendsten Unterschiede zwischen „normalen“ Kryptobörsen und Direkt-Kryptobörsen ist die Art und Weise, in der Kryptowährungen verwahrt werden. Direkt-Kryptobörsen leiten die gekauften Krypto-Gelder unmittelbar an die eigene Wallet des Nutzers weiter, was bedeutet, dass der Nutzer seine Kryptowährungen selbst verwahrt. Klassische Kryptobörsen übernehmen hingegen die Verwahrung für ihre Nutzer und lagern die Krypto-Vermögen nach dem Kauf bei sich ein.

Indem Direkt-Kryptobörsen ihren Nutzern die Selbstverwahrung ermöglichen, bedeutet dies gleichzeitig mehr Kontrolle und Sicherheit. Wenn Krypto-Anleger sicher mit ihren Kryptowährungen umgehen, was normalerweise auch bedeutet, dass sie diese nicht auf einer Kryptobörse deponieren, dann verringert sich das Risiko eines Hackerangriffes bedeutend, denn klassische Kryptobörsen sind regelrechte Geldtöpfe, die auf Hacker eine geradezu anziehende Wirkung haben. 2019 gab es deshalb insgesamt 12 Hacks auf klassischen Kryptobörsen, bei denen insgesamt mehr als 290 Mio. US-Dollar gestohlen wurden. Durch die Nutzung einer Direkt-Kryptobörse können Krypto-Anleger ganz leicht vermeiden, sich dieser Gefahr auszusetzen, ohne ständig die eigenen Krypto-Gelder auf eine externe Wallet verschieben zu müssen.

Allerdings sollte angemerkt werden, dass die Direkt-Kryptobörsen auf klassische Kryptobörsen zurückgreifen, um einen Krypto-Handel abzuwickeln. Das heißt, dass während der eigentlichen Transaktion die gekauften bzw. verkauften Krypto-Gelder vorrübergehend auf der entsprechenden Kryptobörse zwischengelagert werden.

Benutzerfreundlichkeit

Falls Sie noch keine Lieblings-Kryptobörse gefunden haben, dann sollte der Registrierungsprozess ein wichtiger Faktor sein, den Sie beachten sollten. Viele klassische Kryptobörsen haben langwierige Anmeldeverfahren, in denen Sie diverse Informationen und Dokumente preisgeben müssen, um eine Freigabe zu erhalten, was zudem auch noch eine lange Bearbeitungszeit nach sich zieht. Direkt-Kryptobörsen fordern von ihren Nutzern hingegen nur eine E-Mailadresse, Smartphone-App oder Wallet-Adresse, um mit dem Krypto-Handel loslegen zu können. Auf Changelly brauchen die Nutzer zum Beispiel nur eine E-Mailadresse oder ein Social-Media Konto, um sich in wenigen Minuten ein Konto einzurichten und in den Krypto-für-Krypto Handel einsteigen zu können. Nutzer, die auf Changelly Kryptowährungen für Fiatwährungen (also zum Beispiel Euro oder US-Dollar) kaufen wollen, müssen allerdings ebenfalls eine genauere Identitätsprüfung (KYC) durchlaufen und ihr Bankkonto mit ihrem Börsen-Konto verknüpfen. Krypto-Käufe unter 150 US-Dollar sind jedoch auch ohne Identitätsprüfung möglich.    

Sobald das jeweilige Konto dann eingerichtet ist, werden Krypto-Anleger einen deutlichen Unterschied zwischen der Benutzeroberfläche von klassischen Kryptobörsen und Direkt-Kryptobörsen bemerken. So wirken die Direktbörsen mehr wie eine Smartphone-App und nicht wie ein kompliziertes Trading-Tool, da sie einfach gehalten und leicht zu bedienen sind.

Quelle: www.changelly.com

Für erfahrene Trader bietet dieser Minimalismus vielleicht nicht genügend Einstellungsmöglichkeiten, aber für Krypto-Anleger, die einfach nur investieren wollen, ist ein solches Design ideal. Zum Vergleich, professionelle Trader, die die Handelsplattform Coinbase Pro benutzen, sehen eine solche Oberfläche:

Quelle: pro.coinbase.com

Wie klar ersichtlich ist, bieten klassische Kryptobörsen weitaus mehr Informationen, die für erfahrene Trader relevant sind und mit denen sie etwas anfangen können, aber für den durchschnittlichen Krypto-Anleger, der einfach nur investieren möchte, sind Direkt-Kryptobörsen eine viel intuitivere Variante.

Preisstabilität/Preisfindung

Erfahrene Krypto-Trader werden vermutlich wissen, warum die Benutzeroberfläche auf klassischen Plattformen wie Coinbase Pro so umfangreich gestaltet sind, und zwar, weil man als Trader die ganze tiefe des Orderbuchs einsehen können muss, um einen guten Handelspreis zu finden. Der Umfang des jeweiligen Orderbuchs einer Kryptowährung hängt jedoch von der Kryptobörse ab, auf der gehandelt wird und umfasst nur diese. Direkt-Kryptobörsen fassen hingegen die Handelsangebote mehrerer Kryptobörsen zusammen, was bedeutet, dass Krypto-Anleger sich in der Regel den besten geltenden Preis heraussuchen können. Zudem ist dadurch auch die verfügbare Liquidität höher, was es umso unwahrscheinlicher macht, dass der Kurs im Laufe eines Handelsgeschäftes plötzlich unvorhergesehen nach unten wegbricht.

Bei der Abwicklung des Handelsgeschäftes gibt es wiederum zwei mögliche Wege. Einerseits, die klassische Limit-Order, die sowohl auf traditionellen als auch auf Direkt-Kryptobörsen verfügbar ist und bei der ein Kauf- bzw. Verkaufsauftrag durchgeführt wird, sobald der Kurs eine bestimmte Grenze erreicht hat oder oberhalb dieser liegt.

Andererseits gibt es auf Direkt-Kryptobörsen noch den fixen Preis und schwankenden Preis als alternative Möglichkeiten. Die Option des schwankenden Preises bedeutet, dass das Handelsgeschäft zum besten Kurs an einem bestimmten Zeitpunkt durchgeführt wird, wobei der letztendlich erzielte Kurs auch leicht über oder unter dem gewünschten Preis liegen kann. Die Option fixer Preis meint hingegen, dass ein Handelsgeschäft zu einem festgelegten Kurswert getätigt wird, der jedoch auch leicht nach unten oder oben abweichen kann.

3.

Was sind die Nachteile von Direkt-Kryptobörsen?

Obwohl wir jetzt verdeutlicht haben, dass Direkt-Kryptobörsen gewisse Vorteile haben, sollen natürlich auch deren Nachteile noch Erwähnung finden. Während der Registrierungsprozess bei einer Direktbörse schnell und einfach ist, braucht es dennoch eine gewisse Vorkenntnis, was die Nutzung eines eigenen Krypto-Wallets angeht. Für neue Krypto-Anleger könnte die Lernkurve deshalb recht steil sein und die Verantwortung, die eigenen Krypto-Gelder selbst zu verwahren, könnte abschreckend wirken. Dementsprechend sollten Nutzer sich im Vorfeld gut informieren, wie Krypto-Wallets funktionieren, da verlorengegangene Kryptowährungen oftmals unwiederbringlich verloren sind.

Krypto-Wallets sind der eine Bereich, in dem Kryptobörsen von einer erhöhten Komplexität profitieren könnten. Traditionelle Kryptobörsen sind oftmals komplexer, aber besonders beim Thema Wallets und Selbstverwahrung macht sich diese Komplexität bezahlt. Auf traditionellen Kryptobörsen ist die Benutzeroberfläche dementsprechend komplexer und bietet mehr Auswahlmöglichkeiten, was gleichsam bedeutet, dass Krypto-Anleger hier auch eine größere Anzahl an Finanzinstrumenten und Tools zur Auswahl haben, wie zum Beispiel Derivate, Stop-Limits oder sogenanntes Leverage-Trading.

Abschließend gilt es noch, die anfallenden Handelsgebühren zu beachten. Direkt-Kryptobörsen fordern meist zwischen 0,25 – 0,5% Handelsgebühr ein, wohingegen klassische Kryptobörsen ihren Nutzern nur 0,05 – 0,5% abverlangen. Abhängig davon, wieviel Sie traden, könnte eine klassische Kryptobörse dahingehend also durchaus günstiger sein.

4.

Was ist für Sie die beste Variante?

Nun sollte klar sein, dass die „richtige“ Entscheidung für eine der beiden Varianten davon abhängt, was ihre ganz persönlichen Bedürfnisse sind. Für diejenigen, die sich unkompliziert anmelden wollen, stabile Kurse bevorzugen und mit ihrer Landeswährung Kryptowährungen kaufen wollen, ist eine Direkt-Kryptobörse wie Changelly eine gute Wahl. Für erfahrenere Trader, die sich regelmäßig darum kümmern, ihre Krypto-Gelder in ihre eigene Wallet zu verschieben und professionelle Handelsstrategien fahren, sind klassische Kryptobörsen die bessere Wahl. Mit den obigen Erklärungen fällt ihnen ihre persönliche Entscheidung hoffentlich ein wenig leichter.

Weitere Informationen über Changelly

Haftungsausschluss. Cointelegraph unterstützt keine Inhalte oder Produkte auf dieser Seite. Wir wollen ihnen zwar alle wichtigen Informationen geben, an die wir kommen können, aber Leser sollten selbst recherchieren, bevor sie handeln. Sie sollten die volle Verantwortung für ihre Entscheidungen tragen. Dieser Artikel soll keine Investment-Beratung darstellen.