Die chinesische gemeinnützige Organisation Zhiyuan Hui, die Berichten zufolge weltweit größte Freiwilligenplattform, hat eine Partnerschaft mit dem Token-Wirtschaftsinfrastrukturunternehmen EveriToken bekanntgegeben. Das wurde am 12. Januar in einem offiziellen EveriToken-Blogbeitrag bekanntgegeben.
Bis Dezember 2018 hat Zhiyuan Hui Berichten zufolge über 430.000 gemeinnützige Organisationen bedient. Seine 71 Millionen Nutzer sollen über 100 Millionen Servicestunden über seine Plattform gearbeitet haben. Laut dem Blog-Post hat der von den Vereinten Nationen ausgegebene Bericht über den wirtschaftlichen Wert freiwilliger Arbeit in China die Plattform auf umgerechnet über 440 Mio. Euro geschätzt.
Um dieses äußerst große Volumen an Nutzern und Servicestunden zu bewältigen, hat Zhiyuan Hui Berichten zufolge beschlossen, eine transparente Plattform zur Nachverfolgung von Freiwilligen auf der öffentlichen Blockchain von EveriToken aufzubauen.
Über das neue System können Regierungen, Unternehmen und gemeinnützige Organisationen schätzungsweise fast eine Million Freiwillige pro Tag mit "Yi Coin"-Punkten belohnen, im Austausch für ihre Freiwilligentätigkeit und Servicestunden.
Die Daten der Freiwilligen werden auf der Blockchain aufgezeichnet. Das bezeichnet EveriToken als "offener Sozial-Ledger". Im Blogbeitrag heißt es weiter:
"Das auf everiToken basierende System bietet Audit-Trails für verschiedene Interessengruppen mit Zugriffsrechten, darunter Regierungen und Geldgeber. Es eliminiert die Möglichkeit von Betrug für die verschiedenen Projekte zur Armutsbekämpfung und die Subventionsprogramme der staatlichen Stiftungen, die von Zhiyuan Hui verwaltet werden".
Yi Coins können Berichten zufolge bereits verwendet werden, um grundlegende Waren - wie etwa Lebensmittel, Elektronik und Hygieneprodukte - von fast 100 unbemannten Einzelhandelsstandorten mit der Micropayment-Lösung von EveriToken zu kaufen.
Bis Redaktionsschluss hat Zhiyuan Hui nicht auf eine Anfrage von Cointelegraph für eine Stellungnahme zur Partnerschaft reagiert.
Wie bereits berichtet, werden die Vorteile von verteilten, transparenten Ledgern zunehmend auch im gemeinnützigen Bereich weltweit erkannt. Letzten Monat hat das irische Rote Kreuz eine Partnerschaft geschlossen, bei der es darum geht, Blockchain in einer neuen App zu nutzen, die die Transparenz von Spenden verbessert. Ebenfalls letzten Monat lancierte der philanthropische Zweig von Binance seine eigene Blockchain-betriebene Spendenplattform.
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