Alfa-Bank und Commerzbank: Grenzüberschreitende Zahlungen auf Marco Polo

Die Alfa-Bank und die Novolipetsk Steel Company (NLMK) testen in Zusammenarbeit mit der Commerzbank und der Vesuvius GmbH grenzüberschreitende Zahlungen zwischen Russland und Deutschland auf dem R3-Netzwerk Marco Polo.

Marco Polo Blockchain Global Trade Network von R3

Am 11. Oktober gab die Alfa-Bank bekannt, dass sie in Zusammenarbeit mit der NLMK, der Commerzbank und der Vesuvius GmbH eine Pilottransaktion zur Außenhandelsfinanzierung über das Marco Polo Network von R3 durchführen wolle, das auf der Corda-Blockchain läuft. In der Ankündigung bezeichnete sich die Alfa-Bank als das größte Finanzinstitut Russlands nach Bilanzsumme und Gesamtwert der Aktien-, Einlagen- und Kreditportfolios.

Das Ziel dieses Pilotprojektes für grenzüberschreitende Zahlungen ist der Aufbau einer digitalen Ende-zu-Ende-Lösung für die Handels- und Lieferkettenfinanzierung auf einer Blockchain-Plattform. Das Marco Polo Network ist ein Gemeinschaftsprojekt der Technologieunternehmen TradeIX und R3 und will eine breite Palette von internationalen Handelsfinanzlösungen anbieten und die Integration in das globale Handelsökosystem schaffen. Die Handelsfinanzleiterin bei der Alfa-Bank Dina Merkulova kommentierte dazu:

"Wir haben unsere erste Distributed-Ledger-Technologie in der Handelsfinanzierung bereits im Jahr 2017 eingesetzt. Seitdem wurden die Blockchain-Lösungen für Unternehmen erheblich ausgearbeitet. Damit haben wir das Vertrauen unserer Kunden gewonnen und bewiesen, dass diese auf reale Geschäftsprozesse anwendbar sind. Projekte wie Marco Polo schaffen für die Kunden einen Mehrwert und gewährleistet durch integrierte Bank-, Finanz- und Diskontinstrumente mehr Transparenz und Handhabbarkeit im internationalen Handel."

Weitere Banken kommen zum Marco Polo Network

Cointelegraph berichtete im September, dass die Bank of America dem Marco Polo Network von R3 beigetreten sei, um Probleme bei der Handelsfinanzierung zu lösen. Die multinationale Investmentbank schloss sich dem Netzwerk an, um ihre Effizienz im internationalen Handel zu verbessern und ihren Kunden einen besseren Service zu bieten. Geoff Brady, der globale Handelsleiter bei der Bank of America, sagte dazu:

"Mit dem Beitritt zum Marco Polo Network kommen wir unserem strategischen Ziel näher, technologische Fortschritte auf Handelslösungen anzuwenden, die den Kundenbedürfnissen entsprechen. Wir wollen gerne erforschen, wie die neue Technologie im Laufe des gesamten Transaktionszyklus mehr Transparenz für unsere Kunden schaffen kann. Damit sollen herkömmliche undurchsichtige Prozesse in Papierform einfacher und effizienter gestaltet werden."