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Sam Bourgi
Verfasst von Sam Bourgi,Redaktionsautor
Robert Lakin
Geprüft von Robert Lakin,Redakteur

Anchorage und Kamino vergeben Krypto-Kredite gegen gestakte SOL

Die Zusammenarbeit zwischen Anchorage und Kamino ermöglicht das beleihen von im Staking befindlichen SOL, wodurch ein wichtiger Zielkonflikt für Investoren aufgehoben wird.

Anchorage und Kamino vergeben Krypto-Kredite gegen gestakte SOL
Nachricht

Anchorage Digital hat sich mit Kamino und der Solana Company zusammengetan, um eine Struktur einzuführen, die es Institutionen ermöglicht, Krypto-Kredite gegen gestakte Solana aufzunehmen, ohne dafür Vermögenswerte aus der Verwahrung nehmen zu müssen, wodurch möglicherweise ein wesentlicher Konflikt zwischen traditionellen Finanzmärkten und dezentralen Kreditmärkten gelöst werden könnte.

In einer dahingehenden Ankündigung vom Freitag erklärte Anchorage, dass das Vorhaben die Atlas-Plattform für die Verwaltung von Sicherheiten durch die Integration von Kamino, einem dezentralen Kreditprotokoll auf Solana-Basis, erweitert.

Die Initiative wird in Zusammenarbeit mit Solana Company durchgeführt, einer börsennotierten Solana (SOL) Treasury, die in Partnerschaft mit Pantera Capital und Summer Capital gegründet wurde. 

Im Rahmen dieser Struktur können Institutionen nativ gestakte SOL als Sicherheit für Onchain-Kredite verwenden, während die Vermögenswerte bei der Anchorage Digital Bank, einer staatlich zugelassenen Kryptobank, verwahrt bleiben. Das bedeutet, dass Anleger weiterhin Staking-Prämien verdienen und gleichzeitig über die Kreditmärkte von Kamino Zugang zu Liquidität erhalten können.

Anchorage fungiert als Verwalter der hinterlegten Sicherheiten und überwacht Beleihungsquoten, Margenanforderungen und, falls erforderlich, Liquidationen. Da die Sicherheiten getrennt verwahrt bleiben, müssen die Institute keine Vermögenswerte in Smart Contracts übertragen, eine Anforderung, die in der Vergangenheit die Beteiligung regulierter Unternehmen eingeschränkt hat.

Solana Company ist das zweitgrößte Solana-Treasury-Unternehmen. Quelle: CoinGecko

DeFi-Regulierung noch offen

Die Zusammenarbeit zwischen Anchorage Digital, Kamino und Solana Company unterstreicht das wachsende Interesse institutioneller Anleger an dezentraler Finanzwirtschaft. Diese Dynamik entfaltet sich jedoch vor dem Hintergrund einer unsicheren regulatorischen Lage in den Vereinigten Staaten, wo die Politik momentan noch darüber debattiert, wie digitale Vermögenswerte und DeFi-Plattformen beaufsichtigt werden sollen.

Im Mittelpunkt der Debatte steht der geplante CLARITY Act, der darauf abzielt, klarere Zuständigkeitsgrenzen und Regulierungsstandards für digitale Vermögenswerte, einschließlich DeFi-Protokolle, festzulegen. 

Während der Gesetzentwurf darauf abzielt, die Unsicherheit für Marktteilnehmer zu verringern, argumentieren einige DeFi-Lobbyisten, dass er nicht ausreichend darauf eingeht, wie dezentrale Protokolle, Entwickler und Governance-Strukturen gesetzlich behandelt werden sollten.

Quelle: Yahoo Finance

Branchenverbände haben Bedenken geäußert, dass frühere Entwürfe, einschließlich der im Januar eingebrachten Änderungen, nicht ausreichend zwischen zentralisierten und dezentralisierten Systemen unterscheiden.

Angesichts der Pattsituation hinsichtlich der Zukunft des CLARITY Act berief die Trump-Regierung Anfang dieses Monats ein Treffen mit Vertretern der Branche ein, um den Stillstand zu aufzulösen und Feedback zu noch offenen Bestimmungen im Zusammenhang mit der DeFi-Aufsicht und der Marktstruktur einzuholen.

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