Catherine Bessant, die Technische Direktorin der Bank of America, gibt an, dass ihr Institut bisher noch keinen wirklichen Nutzen für die Anwendung der Blockchain-Technologie im Finanzwesen gefunden hat. Die entsprechenden Äußerungen machte Bessant am 14. Mai gegenüber Bloomberg.
Im Interview gibt sich Bessant zwar überzeugt, dass die Technologie großes Potenzial hat, allerdings sei Blockchain bisher „viel Lärm um nichts“ gewesen und müsse seinen wirklichen Nutzen erst noch nachweisen. Nichtsdestotrotz ist sie zuversichtlich, dass sich der praktische Nutzen früher oder später herauskristallisieren wird. Dahingehend führt sie aus:
„Ich denke, dass es schon heute Anwendungsfälle gibt, die sinnvoll sind, aber bisher hat sich dadurch im Finanzwesen noch kein wirklicher Mehrwert ergeben. Wir experimentieren fleißig weiter und haben mehr Patente angemeldet als jede andere Blockchain-Firma. Jetzt gilt es einen Anwendungsfall zu finden, der für unsere Kunden einen tatsächlichen Unterschied macht.“
Die jüngsten Äußerungen von Bessant stehen im Gegensatz zu ihren vorherigen Einschätzungen. So hatte sie noch im März gegenüber CNBC angegeben, dass sie selbst eher eine negative Meinung zu Blockchain hätte, trotz der sämtlichen Patente, die ihre Bank hält.
Laut Crunchbase hat die Bank of America einen geschätzten Jahresumsatz von 91,1 Mrd. US-Dollar und ist damit eine der bedeutsamsten Großbanken der Welt. Die Bank soll insgesamt 51 Mio. Privatkunden haben.
Wie Cointelegraph diese Woche berichtet hat, konnte die britische Software-Firma Finastra drei Banken für ihre Kreditvergabe-Plattform gewinnen, die auf der Blockchain von R3 Corda basiert.
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