Barclays-CEO dementiert Gerüchte über Krypto-Trading-Desk

Der Barclays-CEO Jes Staley hat vor Kurzem Gerüchte dementiert, dass die britische Bank einen Kryptowährungs-Trading-Desk eröffnen wird. Das geht aus einem Bericht der britischen Medienplattform Financial News vom 1. Mai hervor. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Bank hat Staley als Grund dafür mögliche Konformitäts- und regulatorische Hindernisse genannt:

"Kryptowährungen sind eine echte Herausforderung für uns, weil es einerseits die innovative Seite daran gibt und wir bei der Verbesserung der Finanztechnologien an vorderster Front bleiben wollen. Andererseits besteht die Möglichkeit, dass Kryptowährungen für Aktivitäten verwendet werden, an denen die Bank nicht beteiligt sein möchte."

Wie Cointelegraph Mitte April berichtete, hatte Barclays wohl eine vorläufige Bewertung durchgeführt, um festzustellen, ob das Kundeninteresse ausreichend groß ist, um die Einrichtung eines Trading Desk zu rechtfertigen. Staley sagte jedoch gestern, dass die Bank ihren Kunden weiterhin bei Bitcoin-Futures-Contracts helfen werde, die an Derivatbörsen wie der CME Group Inc. und CBOE Global Markets Inc. angeboten werden.

Staleys Aussage spiegelt die des Goldman Sachs-CEO Lloyd Blankfein im Januar wider, der ähnlichen Spekulationen, dass die New Yorker Bank einen eigenen Kryptowährungs-Trading-Desk einrichten würde, ein Ende machte. Goldman Sachs hat - wohl "versehentlich" - seit 2015 einen Anteil an einem Circle-eigenen Krypto-Trading-Desk.

Innerhalb der letzten zwei Wochen reagierte Goldman Sachs auf "Kundeninteressen" und entschied sich dafür, einen Kryptowährungshändler als Vizepräsidenten für digitale Vermögenswertmärkte für ihre Wertpapierabteilung einzustellen.

Staleys skeptische Haltung spiegelt eine interne Analyse wider, die im April von Barclays Plc herausgegeben wurde und in der die Verbreitung von Bitcoin-Investitionen mit einer Infektionskrankheit verglichen wurde. Die Barclays-Experten sagen, dass die "Immunitätsschwelle" unter neuen Anlegern nun erreicht worden sei. Sie sind der Auffassung, dass das Krypto-Virus nun sehr wahrscheinlich in "Remission" gehen wird.