Bitcoin-Geldautomatenbetreiber Coinsource: New Yorker "Bitlicense" erhalten

Der Bitcoin-Geldautomatenbetreiber Coinsource hat eine virtuelle Währungslizenz oder "Bitlicense"' von der New Yorker Finanzregulierungsbehörde NYDFS erhalten. Das geht aus einer Pressemitteilung vom 1. November hervor.

Die Regulierungsbehörde hat damit den New Yorker Bürgern ihre offizielle Genehmigung erteilt, um Bitcoin (BTC) über den "Bitcoin-Geldautomaten (BTMs)" von Coinsource mit Bargeld zu kaufen oder zu verkaufen. Der Betreiber aus Texas setzt bereits 40 solcher Automaten im ganzen Bundesstaat ein - in New York City, Westchester und Nassau County - und er ist der erste BTM-Betreiber, der eine Lizenz für virtuelle Währungen in New York erhalten hat.

BTMs sind Touchscreen-Kioske, mit denen Kunden Bargeld einzahlen und entweder Bitcoin kaufen können - der Kauf wird dabei automatisch mit ihrer mobilen Wallet synchronisiert - oder ihre mobile Wallet am Kiosk scannen, ihre Kryptowährung verkaufen und Geld auszahlen lassen können.

Das NYDFS hat klargestellt, dass seine Entscheidung auf einer umfassenden und sorgfältigen Prüfung des Antrags von Coinsource basiere und das Unternehmen bedeutende regulatorische Bedingungen einhalten müsse.

Dazu gehören die Umsetzung von strengen Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung (CFT) sowie "Risikokontrollen". Damit soll eine "potenzielle oder tatsächliche missbräuchliche Verwendung von Bitcoin" verhindert oder auf eine solche reagiert werden. Die missbräuchliche Verwendung sei unter anderem als Nutzung für illegale Aktivitäten oder Marktmanipulation definiert, so die Pressemitteilung.

Der Coinsource-CEO Sheffield Clark sagte, diese neue Lizenz ermögliche es für "alle New Yorker - von denjenigen, die keinen Zugang zu Bankdienstleistungen haben bis hin zu denjenigen, denen die Banken gehören-, unsere Kioske in den Einzelhandelsgeschäften in der Nachbarschaft zu nutzen, um Bitcoin auf bequeme und vertraute Weise sofort zu kaufen".

In der Stellungnahme hob die für Finanzdienstleistungen zuständige Kommissarin Maria T. Vullo besonders die "Umsetzung strenger regulatorischer Sicherheitsmaßnahmen" und gleichzeitige Sicherstellung eines "verantwortungsvollen Wachstums dieser Finanzinnovation" hervor.

In der Pressemitteilung heißt es, dass das NYDFS aktiv darauf hingearbeitet habe, technologiebasierte Finanzinnovationen in seine regulatorische Zuständigkeit zu bringen. Bisher habe es zwölf Chartas oder Lizenzen für Unternehmen im virtuellen Währungssektor ausgegeben.

Das NYDFS war ein wichtiger Akteur bei der Einführung von einer Reihe neuer Stablecoins in diesem Herbst. Darunter zum Beispiel der durch den US-Dollar gestützte Stablecoin der Blockchain-Treuhandgesellschaft Paxos und der Stablecoin der Winklevoss-Zwillinge namens Gemini Dollar. Beide wurden jeweils am 10. September eingeführt.