Nach vier Tagen durchgehenden Verlustes von Montag bis Donnerstag hat sich Bitcoin wieder einigermaßen eingependelt. Aber 2018 hat bisher nicht all zu gut angefangen, da dies schon die zweite Woche in Folge ist, in der er eine schwache Leistung zeigt.

Bitcoiner sind zwar eigentlich rasante Kurssteigerungen gewöhnt, aber diese Kursabflachung sollte man dennoch positiv sehen. Grund dafür ist die Nachricht des südkoreanischen Justizministers, in der er von dem Vorschlag, den Handel mit Kryptowährungen für das Land zu verbieten, abgerückt ist.

Regulierungsbehörden sind seit Langem schon in der Zwickmühle, wenn es um die Kontrolle von digitalen Währungen geht, da sie von Fall zu Fall unterscheiden. Es ist nun schon einige Zeit vergangen seit Regierungen und Offizielle Pläne durchgesetzt hatten, die den Markt beeinflusst haben.

Eine Woche von Tiefständen

In den vergangenen vier Tagen hat Bitcoin in der zweiten Woche des Jahres 2018 zeitweise 23 Prozent an Wert verloren. Doch es war nicht nur ein kurzer Sinkflug, sondern ein stetiger Rückgang, was wesentlich nervenaufreibender ist.

Kryptowährungen im Allgemeinen haben es sehr schwer gehabt, da der Wert des Bitcoin unerklärlicherweise in Verbindung zu den Top-Altcoins steht.

Es ist die Rede von einem Bärenmarkt, der sich zusammenbraut. Die Muster, die sich in den Graphen finden, haben viele dazu veranlasst, nach Antworten auf die Frage zu suchen, warum Kryptowährungen so einen Sturz seit den Höchstständen Mitte Dezember letzten Jahres gemacht haben.

Regelungsrausch

Ein Faktor, der schon seit jeher für harte Rückschläge bei Bitcoin gesorgt hat, ist das Hin und Her bei der Regelung. Die Ankündigung Chinas, dass es ICOs und daraufhin den Handel verbieten werde, hat den Markt in eine Spirale gestürzt.

Diese Woche haben sich ähnliche Befürchtungen - wenn auch fälschlicherweise - bestätigt, als das südkoreanische Justizministerium eigenständig verkündet hatte, dass es den Handel mit Kryptowährungen verbieten werde. Das geschah ohne die Zustimmung des Strategie- und Justizministeriums und anderer Regierungsbehörden, die in der südkoreanischen Sondereinheit für die Regulierung von Kryptowährung beteiligt sind.

Der Markt allerdings hat auf diese Nachricht reagiert, die mittlerweile durch das Blaue Haus, dem Büro und offiziellen Wohnsitz des südkoreanischen Präsidenten, aufgeklärt wurde.

Laut einem Sprecher der südkoreanischen Sondereinheit für Kryptowährungen sei nicht geplant, dass Kryptowährungen verboten werden.

"Die Regierung Südkoreas hat keine andere Wahl, als dem regulatorischen Rahmen und den Entwicklungen zu folgen, die sich bei anderen führenden Regierungen durchgesetzt haben. Kryptowährungen haben sicherlich wohl einen schlechten Ruf. Aber die Regierung vertritt den Standpunkt, dass man erlauben soll, was erlaubt sein muss, was auch dem südkoreanischen Markt zugutekommt."

Chinas dritter Streich

Nach dem Verbot von ICOs und daraufhin den Handel, will China nun das Schürfen im Land regulieren. Die sozialistische Republik hat die größte Bitcoin-Schürfleistung.

Der Grund dafür, dass China ein Kraftwerk in Sachen Schürfen ist, ist die billige und oft bezuschusste Rechenleistung, die Miner anzapfen können. Die Pläne sehen nun vor, dass diese Leistung teurer gemacht wird, was den Profit verringert.

SEC Wachhund

In den Vereinigten Staaten hat das SEC, das bereits schon in der Vergangenheit mit Kryptowährungen zu tun hatte, nun angefangen, viel mehr Aufsehen mit seinen Regulierungsversuchen zu erregen.

Aufgrund von Befürchtungen, dass Geldwäsche und andere betrügerische Handlungen mit Kryptowährungen betrieben werden, hat sich der Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission J.Christohper Giancarlo der Sache angenommen und ist nun der Aufseher für digitale Währungen.

Seine einzige Schwäche

Regulierungsbehörden ist es selbst in China nicht gelungen den Bitcoin stillzulegen. Jedoch ist deutlich zu sehen, dass sie eine große Schlagkraft haben, wenn es um den Einfluss auf den Marktwert geht.

Dieses aktuelle Beispiel, wie Regulierungsbehörden ihre Muskeln spielen lassen, zeigt, dass erst noch ein gemeinsamer Nenner zwischen diesen und der Kryptowährungsökonomie gefunden werden müsste, damit alles friedlich weiter laufen kann.

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