Blockchain-Projekt will Mond aufteilen und tokenisieren

Ein neues Blockchain-Projekt hat eine Registrierungsstelle eröffnet, die die Mondoberfläche aufteilen und tokenisieren soll. 

Das Projekt namens Diana - benannt nach der römischen Göttin der Jagd und des Mondes - startete am 19. Juli, nur einen Tag vor dem 50. Jahrestag der Apollo-Mondlandung. Ziel dieses Projekts soll es sein, "das Recht des Menschen auf den Mond zu sichern, um eine Lösung für die Frage zu bieten, wem der Mond gehört".

Eine Mondregistrierungsstelle soll den Zugang zum Mond sichern, da es immer wahrscheinlicher wird, dass Regierungen den Weltraum aufgrund der Ressourcen nutzen werden:

"Das Diana-Projekt soll die möglichen Rechte der Menschheit auf den Mond durch eine Sammelregistrierung klar definieren, da es nun immer wahrscheinlicher wird, dass es zu Eigentumskonflikten."

Im Whitepaper des Projekts wird der Artikel II des Weltraumvertrags der Vereinten Nationen zitiert, der besagt:

"Der Weltraum einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper unterliegt keiner nationalen Aneignung durch Beanspruchung der Hoheitsgewalt, durch Benutzung oder Okkupation oder durch andere Mittel."

In dem Whitepaper wird darauf hingewiesen, dass im Vertrag ein privates Eigentum am Mond nicht erwähnt werde. Das könne eine Nutzung dieses Himmelskörpers ermöglichen. Durch die Aufteilung und Tokenisierung der Mondoberfläche in rund 3,8 Milliarden Stück würde das Diana-Projekt das private Eigentum und die theoretische Nutzung der Mondressourcen durch hegemoniale Akteure irgendwie umgehen. 

Diana nennt auch die "Entwicklung des Geschäftsmodells für Mondbesitz" im Entwicklungsplan des Projekts. 

Die Registrierungsstelle wird mit zwei ERC-20-Standard-Token arbeiten: DIA-Token dienen als unteilbarer Nachweis für die Registrierung einer Zelle der Mondoberfläche, während MOND-Token Transaktionstoken sind, die 1:1 am US-Dollar gekoppelt sind. 

Wie Cointelegraph bereits berichtete, untersuchen nationale Weltraumbehörden wie die US-amerikanische NASA und die europäische ESA, wie sie die Blockchain-Technologie in ihrem Betrieb anwenden können.