BlockShow Americas 2018 Tag 2 mit Diskussionsrunden über Krypto und Bitcoin-ETF

Gestern startete in Las Vegas die BlockShow Americas 2018, bei der mehr als 1.500 Teilnehmer und 80 Redner aus der Krypto- und Blockchain-Industrie zusammenkommen, um die heißen Themen der neuen Technologie zu diskutieren und deren Einfluss auf die ganze Welt.

Am 20. August, dem ersten Tag der Veranstaltung, setzten sich die Experten mit den übergeordneten Fragestellungen auseinander, darunter die neuen Perspektiven, die die Technologie bietet, oder auch mit der Zusammenwirkung von Finanzbranche und Kryptowährungen, sowie mit der Rolle von angemessener Regulierung, um die „Blockchain-Zukunft“ zu ermöglichen.

Die BlockShow Experten legten ihre Ansichten in verschiedenen Diskussionsrunden dar, wie zum Beispiel: „Demokratie durch Blockchain“, „Wall Street gegen Krypto“ oder „Wie angemessene Regulierung uns in die Blockchain-Zukunft bringt“.

Der 21. August ruft für die BlockShow weitere Branchengrößen auf den Plan, darunter Dr. Nouriel Roubini, Geschäftsführer von Roubini Macro Associates, der die Finanzkrise von 2008 vorhergesagt hatte, Celsius Mitbegründer Alex Mashinsky und außerdem die Rechtsberater Mike Miglio und Leslie Katz.

Der zweite Tag des Events beschäftigt sich mit stark erforschten Themen der Branche, wie den Vorteilen von Kryptowährungen, der Regulierung von Kryptowährungen in den U.S.A., Zahlungstechnologien und Krypto-Spielen. Außerdem geht es auch um das heiße Eisen der Bitcoin (BTC) Investmentfonds (ETF). Des Weiteren steht für den heutigen Tag auch eine Blockshow Oscar-Verleihung auf dem Programm, bei  der Start-Ups der Branche von einer Jury für die Originalität ihrer Projekte ausgezeichnet werden.

Am ersten Tag der BlockShow gab es ein Forum zum Thema Demokratie und Blockchain, in dem die Teilnehmer sich größtenteils einig waren, dass Blockchain großes Potenzial hat, das Konzept der Demokratie neu zu definieren, durch eine größere Übertragung von Verantwortung und mehr Einbindung der Menschen.

Dimitris Vassiliadis, Leiter für Produkt- und Geschäftsentwicklung beim Software-Hersteller EXUS, meint, dass der Sinn von Blockchain sei, „das Modell der Demokratie neu zu erfinden“. Vassiliadis, ebenfalls Technikberater der EU-Kommission, hob hervor, dass die Technologie nicht nur verbesserte Wahlverfahren ermögliche, sondern mehr Teilhabe und Teilnahme vorantreiben würde:

„Bei Blockchain geht es nicht nur ums Wählen an sich, was zwar auch eine wichtige Sache ist, aber vielmehr geht es darum, Teilhabe und Teilnahme aufrecht zu erhalten, da dies wichtige Bestandteile der Demokratie sind.“

Herb Stephens, ein Silicon Valley Unternehmer und Mitbegründer der Democracy Earth Stiftung, pflichtete den Aussagen von Vassiliadis bei, indem er ausführte, dass Blockchain „zu einer tatsächlichen Demokratie führen wird, die von der gesamten Bevölkerung ausgeht.”

Allerdings zeigte Stephens sich skeptisch gegenüber der Anwendung von Blockchain durch zentralisierte Behörden, da Blockchain nicht erfunden worden sein „um von einer dritten Partei validiert zu werden.“ In diesem Kontext erklärte er, die Gesellschaft würde „kein Vertrauen aufbauen, solange dies von einer zentralen Institution ausgehe“. Des Weiteren behauptete er, dass „Börsen in den nächsten zehn Jahren verschwinden werden, die New Yorker Börse (NYSE), NASDAQ und alle anderen Börsen, auch Kryptobörsen.“

Außerdem gab es gestern auf der BlockShow eine hitzige Diskussion über die Frage, ob die Finanzbranche möglicherweise mit Krypto „verschmelzen“ könnte. Dies wurde in der Diskussionsrunde „Wall Street gegen Krypto“ erörtert, wobei die Experten sich uneinig waren über den Stellenwert, den die großen Finanzinstitute den Kryptowährungen zur Zeit einräumen. Genauso sprach man über die Anfälligkeit von Krypto gegenüber kriminellen Aktivitäten, sowie über die entscheidende Rolle der Regulierung.