Blockstream-Stratege: Bitcoin-Blockgröße möglicherweise "zu groß"

Der Strategieleiter des Bitcoin (BTC)-Technologieunternehmens Blockstream hat gesagt, dass die aktuelle Blockgrößen-Kapazität in Zukunft möglicherweise nicht einmal benötigt werde.

In einem Interview mit der Branchennachrichtenplattform Decrypt am 6. Oktober erklärte Samson Mow, dass Bitcoin weniger On-Chain-Kapazität benötigen werde, da Off-Chain-Skalierungslösungen wie das Lightning Network (LN) entwickelt werden.

Aktuelle Blockgröße ausreichend

Laut Mow habe Bitcoin 4-Megabyte-Blöcke, wenn man Transaktionen mit der Segregated Witness-Technologie einbeziehe. In Zukunft wird sich jedoch zeigen, "dass die aktuelle Blockgröße tatsächlich 'zu groß' sein könnte", wie er erklärte.

Mows Argument widerspricht anderen Kommentaren, in denen die Befürchtung geäußert wurde, dass die Netzwerkkapazität von Bitcoin dem zukünftigen Anstieg in der Nachfrage nicht nachkommen könne.

Mow verfechtet Lightning Network für Bitcoin

Die Blöcke sind derzeit etwa 1 Megabyte groß. Off-Chain-Transaktionen belasten das Netzwerk nicht, daher entwickelt sich die Technologie, die das ermöglicht, immer stärker weiter.

Für Mow ist das LN der wahrscheinlichste Gewinner. Das Protokoll ermöglicht beinahe sofortige Off-Chain-Bitcoin-Transaktionen, die höchstens 1 Satoshi (bei Redaktionsschluss 0,0000007944 US-Dollar) kosten. Sein experimenteller Charakter und das Fehlens einer simplen Benutzeroberfläche hemme die Beliebtheit des Systems. Aber an der Einführung müsse weiter gearbeitet werden, um den das LN zu verbessern. Mow erklärte dazu:

"Lightning muss organisch wachsen, es gibt nicht wirklich eine Möglichkeit, das Netzwerk künstlich zu beschleunigen. Die Leute müssen Kanäle öffnen, Bitcoins bunkern und sich mit anderen Knoten verbinden."

Anfang 2019 hat das Transaktionsrelais Lightning Torch die Technologie und Bitcoin selbst deutlich interessanter gemacht. Unter dem Teilnehmern war auch der Twitter-CEO Jack Dorsey.