Kanadische Grenzbehörde testet Blockchain-Plattform TradeLens

 

Die kanadische Grenzbehörde CBSA gehört nun ebenfalls zu den Organisationen, die eine von IBM und Maersk entwickelte Blockchain-Versandlösung testet. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Donnerstag, den 25. Oktober, hervor.

TradeLens, das von den Entwicklern im August dieses Jahres nach einem Pilotprojekt im Jahr 2017 vorgestellt wurde, soll logistische Prozesse vereinfachen.

Als erste Grenzbehörde, die die Plattform ausprobiert, wird die CBSA nun "festlegen, wie die Plattform in ihren Geschäftsprozessen genutzt werden könnte", erklärt die Mitteilung.

"TradeLens könnte eine einzigartige, vertrauenswürdige digitale Lieferkette für alle Lieferungen nach Kanada erstellen. Das TradeLens-Pilotprojekt gibt uns die Möglichkeit, zu sehen, wie man Prozesse effizienter machen kann und auch analytische Erkenntnisse zu gewinnen. Außerdem kann es auch die Datenprognose, Genauigkeit und Targeting-Fähigkeiten verbessern", kommentierte CBSA-Präsident John Ossowski. Er sagte außerdem:

"Das Ergebnis könnte eine schnellere und zuverlässigere nationale Lieferkette sein, die sich positiv auf die Wirtschaftsleistung Kanadas auswirken könnte."

Die CBSA hat sich auch mit der Hafenbehörde von Montreal zusammengetan, um TradeLens für den Versand zu nutzen.

Wie Cointelegraph berichtete, ermöglicht die weitere Verwendung von intelligenten Verträgen auf Blockchain die Automatisierung von einer Reihe von Vertriebs- und Handelsprozessen. Dabei werden der Zwischenhändler überflüssig gemacht und die Kosten sowie die Fehlerquote reduziert.

Nach der offiziellen Einführung lobte der TradeLens-Kunde CEVA das Tool und sagte, das sei ein "großer Schritt in Richtung Etablierung eines Marktstandards für Blockchain-Lösungen".

Die USA haben kürzlich ebenfalls bestätigt, Blockchain in einer ähnlichen Grenzkapazität einsetzen zu wollen.

Letzte Woche hat die Nationalbank von Canada angekündigt, dass sie ein Blockchain-Pilotprojekt zur Nutzung von intelligenten Verträgen durchführt, um die derzeitigen auf E-Mail basierenden Verfahren zu ersetzen. Vor kurzem erklärte Air Canada, dass das Unternehmen an einer Blockchain-basierten Reisevertriebsplattform teilnehmen würde, die vom Schweizer Blockchain-Start-up Winding Tree entwickelt wurde.