UBS: Blockchain wird die Kostenbasis der Finanzdienstleistungsbranche verändern

Der CEO des Schweizer Finanzdienstleisters UBS Group Sergio Ermotti sagte, dass Blockchain für die Finanzdienstleistungsindustrie äußert wichtig sein wird. Das geht aus einem Interview mit CNBC vom 18. Juni hervor.

Ermotti sagte, dass die Technologie hinter den Kryptowährungen es ermöglichen wird, "die Freisetzung von Ressourcen effizienter zu gestalten," und fügte hinzu, dass "sie ein großartiges Mittel ist, um Kosten zu senken". Er erklärte, dass Blockchain in fünf bis zehn Jahren eine Veränderung für die Kostenbasis der Branche hervorrufen wird, und fügte hinzu, dass die Priorisierung der Anwendung der Blockchain-Technologie die Wettbewerbsfähigkeit von UBS sicherstellen wird:

"Unsere Branche wird weiterhin unter Druck stehen, was die Bruttomargen angeht. Keine Zweifel daran. Die einzige Möglichkeit, relevant zu bleiben, ist nicht nur, in Bezug auf das Kapital, die Produkte, die Art der Leute und die Beratung der Kunden Stärke zu zeigen. Man muss auch in der Lage sein, das richtig zu bepreisen."

UBS ist im vergangenen Herbst einer Blockchain-Partnerschaft namens Batavia mit IBM, der Bank of Montreal, der CaixaBank, der Commerzbank und der Erste Group beigetreten. Das Projekt führte im April seine ersten Pilottransaktionen durch, bei denen Autos von Deutschland nach Spanien und Möbeltextilien von Österreich nach Spanien geschickt wurden.

UBS hat sich zwar mit Blockchain-Anwendungen für sein Geschäft beschäftigt, aber der Finanzdienstleistungsriese bleibt skeptisch gegenüber Kryptowährungen. UBS-Präsident Axel Weber sagte Anfang des Monats, dass die Bank ihren Kunden keine Handelsdienstleistungen in Bitcoin oder anderen Kryptowährungen anbieten wird. Weber forderte sogar schärfere Kontrollen für Krypto: "Kryptowährungen sind oft nicht transparent und daher anfällig für Missbrauch".