Mitgründer von Cobinhood verlässt die Kryptobörse auf Grund von „Differenzen“

Der Mitgründer der taiwanesischen Kryptobörse Cobinhood wurde schon im April 2019 von all seinen Ämtern in der Geschäftsführung enthoben, wie das Unternehmen am 6. Mai in einer Meldung auf dem Messenger-Dienst Telegram mitgeteilt hat.

Tai-yuan Chen, der auch unter dem Spitznamen Popo Chen bekannt ist, wurde letzten Monat „aus dem Geschäftsbetrieb ausgeschlossen“, da es zu „persönlichen Differenzen mit der Geschäftsführung und den Investoren“ gekommen war.

Laut Cobinhood musste das Unternehmen gar Anzeige gegen Chen erstatten, da dessen Verhalten zwischenzeitlich zur ernsten Gefährdung für die Mitarbeiter der Kryptobörse geworden war.

In der Mitteilung werden allerdings keine konkreten Angaben über das Verhalten von Chen gemacht, abschließend heißt es lediglich, dass Cobinhood den Geschäftsbetrieb ganz normal fortführen wird.

Um die Sachlage genauer aufzuschlüsseln, hat Cobinhood angekündigt, die Fragen seiner Nutzer im Rahmen einer Q&A Sitzung zu beantworten, die am Mittwoch um 20:00 Uhr taiwanesischer Ortszeit abgehalten werden soll.

Wie das LinkedIn-Profil von Chen verrät, war er neben der Gründung von Cobinhood im Jahr 2017 auch an der Gründung der Dexon Foundation (DEXON) beteiligt, die Krypto-Plattform ging im Januar 2018 an den Start.

Im September 2017 hatte Cobinhood sein Initial Coin Offering (ICO) angekündigt, in dem es hieß, dass das Unternehmen die „weltweit erste“ gebührenfreie Kryptobörse auf den Markt bringen wolle. Bis Oktober 2017 konnte dadurch ein Investitionskapital in Höhe von 10 Mio. US-Dollar in Ether (ETH) eingesammelt werden.

Auch andere Kryptobörsen tauschen derweil ihre Führungsspitze aus, so hat Coinbase zuletzt drei seiner Top-Manager verloren.