Hedgefond nennt Krypto-Investitionen einen "der größten Schwindel der Geschichte"

Elliott Management, einer der weltweit größten Hedgefonds, gegründet 1977 von Billionör Paul Singer, verschreit auf drei Seiten seines Klientenbriefes zum Geschäftsergebnis des vierten Quartals Kryptowährungen als "einen der größten Schwindel der Geschichte", wie Business Insider am 20. Februar berichtet. 

In dem Brief vom 26. Januar behauptet Elliot, dass Kryptowährungen von einem WTHIT-Phänomen (What the hell is this?) zu einem FOMO-Phänomen (fear of missing out) aufegstiegen seien. Elliot warnt dabei, dass Investoren Käufer einer "black box" seien, welche am Ende ins Nichts führt. 

Der Fond geht soweit zu behaupten, dass Kryptowährungen einen Gegenwert von absolut gar nichts hätten. Der Wunsch zu investieren sei "ein Anzeichen für die unendliche Ignoranz einer bestimmten Gruppe innerhalb unserer Gesellschaft". 

"Kryptowährung ist nicht nur eine Blase. Es ist auch nicht nur Betrug. Es ist eher ein Sinnbild für eine größenwahnsinnige Menschheit, die am Tor zur Hölle klopft und hofft, so im Himmel zu landen. Aber es hat nichts Großes an sich, mit so etwas Gegenstandslosem Priester und Gläubige anzulocken, den Preis hochzutreiben und dann darin eine Wertgewinnung zu sehen?! Ist dies nicht eher ein Anzeichen für unendliche Ignoranz einer bestimmten Gruppe innerhalb unserer Gesellschaft?"

Einige Zeilen weiter äußert sich Elliott skeptisch über die Endlichkeit von Bitcoin (BTC). Ein Fork der Blockchain könnte das Limit gefährden, trotz der gesetzten Obergrenze von 21 Mio. Coins. "Die Endlichkeit ist nicht annähernd so unantastbar, wie der Bitcoin Evangelist uns gerne glauben lässt."

Laut Business Insider verwaltet Elliott ab dem 1. Januar 2018 ein Vermögen von rund 27,6 Bio. Euro. Der Elliott Associates LP Fond erzielte 2017 eine Rendite von 8,7 Prozent.

Die Nummer der Hedgefonds für Kryptowährungen wuchs 2017 von 30 auf 130. Auch traditionelle Hedgefunds kaufen vermehrt Kryptowährungen ein. Der berühmteste ist wohl der des amerikanischen Investors Bill Millder, welcher seit Dezember 2017 50 Prozent seines Fonds in Bitcoin hält