Kryptowährungen sind dazu verdammt, zu scheitern. Aber dennoch kann man Geld damit machen

Das traditionell breit gefächerte Investmentportfolio enthält eine Vielzahl an verschiedenen Anlagegütern in verschiedenen Risikoklassen. Für ein klassisches Investment, könnten Kryptowährungen allerdings etwas zu spekulativ sein, wenn der Fokus auf Werterhalt liegt.

Man muss dabei allerdings sagen, dass, obwohl natürlich nicht alle Kryptowährungen für immer Bestand haben werden, ein geschickter Investor, wenn er rechtzeitig einsteigt, erheblich Gewinne einfahren kann.

Wo das Geld verdient wird

Deon Gouws, ein Investmentberater bei Credo Wealth, ist persönlich an digitalen Währungen interessiert, ist in seiner Rolle als Chefinvestmentberater allerdings verständlicherweise nervös. Er sagt:

"Die meisten Kryptowährungen, die heute an den Start gehen, werden vermutlich scheitern aber dennoch kann man erhebliche Profite einfahren, wenn man die Langzeitgewinner frühzeitig identifizieren kann.”

Mike Novogratz, ein bekannter Investor der schon seit einiger Zeit bullisch gegenüber dem Bitcoin eingestellt ist, hat Aussagen getätigt, die Zustimmung signalisieren. Er hat das Anlagegut eine Blase genannt aber eine Blase, an der Geld verdient werden kann. Novogratz sagt:

“Das wird die größte Blase unseres Lebens. Die Preise werden weit über dem liegen, wo sie sein sollten. Du kannst einen Haufen Geld am Weg hinauf machen und wir planen das zu tun.”

Technologie über Profit

Während der Kryptowährungsraum immer weiter wächst, haben die Preis dank des Mainstream Marktes astronomische Höhen erreicht. Wer erst kürzlich dazugekommen ist, hat Bitcoin Preise bis zu $20.000 (16.300€) erlebt.

Allerdings sind diese Leute gekommen, um von den Gewinnen zu profitieren und sie erwarten sich noch mehr davon. Dadurch ist die Nutzerbasis relativ schwammig zusammengesetzt, was dazu führt, dass nicht alle in der Entwicklung der Technologie interessiert sind.

Das trägt in der Folge zur Blasen-Natur bei, von der Novogratz spricht. Der gesamte Kryptoraum ist natürlich nicht so anfällig zu kollabieren wie ein kleiner ICO, aber dennoch sind Anleger, die nur für den Profit gekommen sind, beunruhigt.

Blasenterretorium

Das echte Problem dabei ist, dass der Markt mit Leute überschwemmt wird, die auf schnelles Geld aus sind, was dazu führen kann, dass potenziell revolutionäre Technologien zu Blasentechnologien werden. Es ist nicht das Produkt, das dem Risiko ausgesetzt ist in einer Blase zu sein, sondern die Art wie es genutzt oder wahrgenommen. 

Die Dotcom-Blase hat viele Ähnlichkeiten mit dem rasanten Wachstum von Bitcoin. Dies bedeutet allerdings nicht, dass alle Dotcom- Unternehmen oder digitale Unternehmen eine Blase sind und dasselbe stimmt auch für Bitcoin.

In der Dotcom-Blase sind die Leute gekommen, um Geld zu machen und sie haben Geld auf alles geschmissen, was ein .com am Ende hatte. Dasselbe passiert heute mit Bitcoin und der Blockchain aber das heißt nicht, dass es garantiert eine Blase ist.

Wenn die Leute weiterhin in den Krypotwährungsmarkt kommen, nur um damit Geld zu machen, statt es als neue technologische Welle zu sehen, dann dürfte Gouws Meinung korrekt sein. Leute, die hier mitmachen haben direkten Einfluss darauf, wie sich das weiterentwickeln wird.

Es muss einen gemeinsamen Ruck in der Richtung der Technologie geben, um sie massentauglich zu machen, wenn Bitcoin und andere Krypotwährungen ein Langzeiterfolg sein wollen.