Diamant-Industrie-Riesen arbeiten mit Blockchain-Start-up an Tokenisierung von Edelsteinen

Zwei führende Akteure der Diamantenindustrie haben beschlossen, mit dem Blockchain-Startup D1 Mint Limited zusammenzuarbeiten, um Diamanten zu tokenisieren. Das geht aus einer Pressemitteilung vom 23. Mai hervor, die Cointelegraph zugekommen ist.

D1 Mint Limited, der Schöpfer des Diamant-gestützten Krypto-Vermögenswerts D1 Coin, hat seinen ersten Kaufvertrag zum Kauf von 1.500 Investment-Grade-Diamanten im Wert von 17 Mio. Euro vom globalen Marktveteranen KGK Diamonds, der Teil der De Beers-Gruppe ist, unterzeichnet. Die Rohdiamanten wurden von Alrosa, dem weltgrößten Diamantabbauunternehmen, geliefert.

Alexei Chekunkow, Mitglied des Vorstandes von Alrosa, sagte, das Unternehmen glaube, dass die Innovation von Blockchain die Edelsteinindustrie verändern könne, indem natürliche Diamanten zu einer Anlagevermögenswertklasse mit einer breiteren Anziehung für "verschiedene Investorengruppen, die die Nachfrage steigern" gemacht werden.

Laut einer Studie von De Beers hat die Diamantenindustrie eine stagnierende Nachfrage seitens der Einzelhändler verzeichnet, wobei die Ausgaben für Diamantenschmuck laut einer De Beers-Studie seit 2014 bei rund 68 Mrd. Euro pro Jahr liegen.

D1 verwendet einen Preisalgorithmus, um den Preis zu bestimmen, zu dem Kryptoinvestoren ihre Token jederzeit für ausgewählte Diamanten aus ihrer Diamantenreserve einlösen können. Dabei werden traditionelle Industrieparameter wie Form, Karat, Schnitt und Klarheit mit der neuen Technologie umgesetzt.

Neben der Ausweitung der Anlageattraktivität setzt die Diamantenindustrie Blockchain ein, um Transparenz bei der gesamten Edelsteinlieferkette zu erreichen. Anfang des Monats nutzte der globale Diamanten-Riese De Beers erfolgreich Blockchain-Technologie, um 100 Diamanten von der Mine bis zum Händler zu verfolgen. Das Unternehmen sagte, dass Blockchain verwendet werden könne, um das Vertrauen der Öffentlichkeit sicherzustellen, dass ihre Lieferkette frei ist von sogenannten "Konfliktdiamanten" sei. Das sind ungeschnittene Diamanten, die in Kriegsgebieten illegal gehandelt werden, um Kämpfe zu finanzieren.

Ebenfalls in diesem Frühjahr hat sich IBM mit führenden Unternehmen der Gold- und Diamantenindustrie zusammengetan, um ein ähnliches Blockchain-Netzwerk zu entwickeln, um den Ursprung von Edelmetallen nachzuverfolgen.

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