In den vergangenen Tagen machte ein Krypto-Startup zunehmend auf sich aufmerksam. Denn zunächst gab es eine Partnerschaft mit dem österreichischen Krypto-Broker Bitpanda, während sich jetzt auch die dwpbank für eine Kooperation entscheidet. Im Mittelpunkt steht das Unternehmen Crypto Risk Metrics, das im Zuge der MiCA-Regulierung eine immer größere Relevanz erhält.
Schließlich schreibt die EU-weite Verordnung den Krypto-Dienstleistern vor, konkrete Angaben zu den ökologischen Auswirkungen von Kryptowährungen zu tätigen. Die Konkurrenz in diesem Metier ist nicht wirklich groß, nur wenige Anbieter haben sich bis dato auf die Bereitstellung der gewünschten Informationen spezialisiert. Eines dieser Unternehmen ist Crypto Risk Metrics.
Bitpanda, dwpbank, Börse Stuttgart und viele mehr
Crypto Risk Metrics hat zuletzt eine Reihe von strategischen Partnerschaften geschlossen, um die wachsenden Anforderungen im Bereich Krypto- und ESG-Daten zu erfüllen. Zu den Kooperationspartnern gehören renommierte Akteure wie Bitpanda, die dwpbank und die Börse Stuttgart.
Bitpanda hat sich im Rahmen der Vorbereitung auf die kommenden EU-weiten MiCA-Regulierungen für eine Zusammenarbeit mit Crypto Risk Metrics entschieden. Durch diese Partnerschaft kann die Krypto-Börse künftig verlässliche ESG-Daten anbieten, um Greenwashing zu vermeiden und eine transparente Datenbasis zu schaffen. In der Pressemitteilung äußerte sich der CEO von Crypto Risk Metrics Tim Zölitz folgendermaßen:
„Wir sind besonders stolz auf dieses Geschäft, da es unseren Ansatz bestätigt, wie wir unsere Datenoperationen und Compliance-Rahmenbedingungen handhaben. Dank unserer Integration in die Digital Token Identifier Foundation, die die von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) empfohlenen Digital Token Identifiers herausgibt, ist unser Produkt bereits zum Marktstandard geworden.“
Auch die dwpbank nutzt die Dienste von Crypto Risk Metrics. Seit Anfang 2024 bezieht das Finanzinstitut bereits ESG-Daten für ihre eigene Digital-Asset-Plattform wpNex. So wolle man die Nachhaltigkeit von Kryptowährungen überwachen und Greenwashing entgegenwirken.
Die Börse Stuttgart erweiterte ebenfalls ihr Angebot an Marktdaten durch die Einbindung von ESG-Daten für Kryptowährungen, die in Zusammenarbeit mit Crypto Risk Metrics generiert werden. Diese Daten werden über das bestehende Netzwerk der Börse verbreitet und stehen den Kunden als unkomplizierte Erweiterung zur Verfügung.
Neue Anforderungen durch MiCA-Regulierung
Ab dem 1. Januar 2025 sind Anbieter von Krypto-Dienstleistungen gemäß der MiCA-Verordnung verpflichtet, ESG-Daten für Kryptowährungen zu veröffentlichen. Diese EU-weite Regulierung zielt darauf ab, mehr Transparenz über die ökologischen Auswirkungen digitaler Vermögenswerte zu schaffen. Trotz dieser bevorstehenden Anforderung gibt es aktuell nur eine begrenzte Anzahl von Unternehmen, die in der Lage sind, die entsprechenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsdaten zu erfassen und bereitzustellen.
Schon bald müssen alle in der EU registrierten Krypto-Börsen die neuen Vorgaben umsetzen. Dazu gehören unter anderem die Pflicht zur Bereitstellung von ESG-Berichten, strengere Sicherheitsmaßnahmen und verschärfte Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche. Zusätzlich legt die Regulierung großen Wert auf den Verbraucherschutz, einschließlich transparenter Informationen zu Krypto-Assets.
So beschreibt das Unternehmen Crypto Risk Metrics die Erfordernisse auf der eigenen Website wie folgt:
„Eine Vielzahl regulierter Finanzmarktteilnehmer benötigt spätestens mit dem Inkrafttreten der „Markets in Crypto Assets Regulation“ (MiCAR) adäquate Lösungen zur risikobasierten Abbildung der speziellen Herausforderungen in Blockchain-Ökosystemen. Die Crypto Risk Metrics helfen dabei, stets compliant zu sein und auch die neuen rechtlichen Anforderungen jederzeit ordnungsgemäß erfüllen zu können.“
Das ist Crypto Risk Metrics
Crypto Risk Metrics bietet ein innovatives Software-as-a-Service-Tool, das regulierten Finanzinstituten helfen soll, die wachsenden regulatorischen Anforderungen im Kryptobereich zu bewältigen. Ursprünglich lag der Fokus auf dem umfassenden Risikomanagement, das sowohl finanzielle Risiken als auch nicht-finanzielle Risiken, wie potenzielle Sicherheitslücken und Cyberangriffe, adressierte. Das Tool unterstützt dabei, die Konformität mit den Vorschriften sicherzustellen.
Mittlerweile legt das Unternehmen großen Wert auf die Erweiterung der Kundenbasis. Immer mehr Finanzinstitute erkennen die Notwendigkeit, ihre Prozesse zu überarbeiten, um den rechtlichen Vorgaben zu entsprechen. Dies ist besonders wichtig, um die erforderlichen Lizenzen gemäß der MiCA-Verordnung zu erhalten oder beizubehalten.
Das IDW PS 951-zertifizierte System bietet nun diverse Funktionen zur Risikoeinstufung von Kryptowährungen, Krypto-ETPs und tokenisierten Wertpapieren. Preisvalidierungen nach KARBV-Standards und ESG-Integrationen ergänzen das Leistungsspektrum. Crypto Risk Metrics setzt nach eigener Aussage auf eine ganzheitliche Lösung, die Finanzinstitute in einer zunehmend komplexen regulatorischen Umgebung unterstützt.
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