Ethereum-Entwickler: ASIC-resistenter Algorithmus ProgPoW erneut akzeptiert

Die Ethereum (ETH)-Kernentwickler diskutierten während ihres wöchentlichen Treffens am 15. März erneut über den Arbeitsnachweis (PoW)-Algorithmus namens ProgPoW. Dieser wurde vorgeschlagen und soll resistent gegen anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise (ASICs) sein. In dieser Woche sind die Entwickler wieder darüber übereingekommen, dass der Algorithmus implementiert werden soll. Der Zeitplan für die Umsetzung ist allerdings noch unklar.

Als es um den Algorithmus ging, diskutierten die Entwickler darüber, wie effektiv sich ProgPoW erweisen würde, um den Effizienzvorteil von ASICs zu verringern. Der Ethereum-Kernentwickler Greg Colvin erklärte, dass das Team solche Zweifel in der Vergangenheit bereits mehrmals diskutiert habe. Er wies auch darauf hin, dass die Entscheidung bereits vorher schon getroffen wurde:

"Wir gehen wieder zu den Dingen zurück, bei denen wir schon vor Monaten keine Lust mehr hatten, über sie zu reden! Wir haben entschieden, dass die einzige Frage ist, ob es Fehler, Hintertüren oder etwas ähnliches im Algorithmus gab. [...] Wir wollte keine Streitereien zwischen den GPU- und den ASIC-Lagern. Das wird sich mit der Zeit legen."

Nachdem die Ethereum-Entwickler Anfang Januar zunächst einen Konsens für die Implementierung des Algorithmus erreicht hatten, änderten sie ihre Meinung und verschoben die Entscheidung, bis der Algorithmus Anfang Februar von einem Dritten geprüft wurde.

Seit etwa einem Monat unterstützen die Ethereum-Besitzer fast einstimmig die Implementierung des ProgPoW-Algorithmus.

Wie Cointelegraph im Januar berichtete, hatte ein Ethereum-Code Contributor in einem Beitrag auf dem Ethereum-Entwicklerforum Ethereum Magicians vorgeschlagen, dass Ethereum-Entwickler ASICs "begrüßen" sollten.

In der Analyse von Cointelegraph zum Algorithmus und den damit verbundenen Kontroversen hieß es, dass die potenzielle Implementierung von ProgPoW verschiedene Theorien und Gerüchte in der Community hervorrief. So soll das Team, das an ProgPoW arbeitet, etwa die Interessen der führenden GPU-Hersteller - Nvidia und AMD vertreten.